Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






Von unserem Mitarbeiter Matthias Staber · 22.03.2017

Stadtkapelle ist tierisch gut drauf

Böblingen: Rund 300 Besucher waren beim Familienkonzert in der Aula am Murkenbach

Unter dem Motto „einfach tierisch!“ hat sich die Stadtkapelle Böblingen am Sonntag in der Aula Murkenbach mit ihrem alle zwei Jahre stattfindenden Familienkonzert präsentiert. Rund 300 Zuschauer hatten bei diesem speziell auf Kinder zugeschnittenen Format Spaß an den lautmalerischen Möglichkeiten von Blasinstrumenten.

Wenn die Tuba einen tollpatschigen Elefanten mimt und die Klarinette als fauchender Tiger daherkommt, so wie im „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns, wird Blasmusik für Kinder lebendig. „Unser Familienkonzert soll nicht den steifen Charakter eines normalen bestuhlten Konzerts haben“, sagt Hans-Jürgen Draser, Vorsitzender der Stadtkapelle: „Kinder sollen sich hier wohlfühlen, ohne dass sie ständig zur Ruhe gerufen werden. Die Qualität der Musik spielt dabei jedoch die gleiche Rolle wie bei allen anderen unserer Konzerte.“

Quirlige Action und musikalische Qualität und vor allem jede Menge Spaß schließen einander nicht aus, wie die Stadtkapelle mit ihrem Familienkonzert in der Aula Murkenbach zeigt. Spätestens, wenn sich die ganz jungen Besucher vor der Bühne zu den Klängen der Jugendkapelle unter der Leitung von Martina Wratsch zum enthusiastischen Ententanz versammeln, wird klar, dass das Konzept voll und ganz aufgeht.

Den Auftakt des Familienkonzerts gestalten die ganz jungen Musiker der Stadtkapelle von der Jugendgruppe, ebenfalls unter der Leitung von Martina Wratsch. Beim Cat Walk geht es nicht um italienische Mode, sondern um eine „fröhliche und neckische Komposition im Swing-Rhythmus“ von Luigi di Ghisallo, die mit ihren Klängen tollende Katzen vors innere Auge stellt, wie der stellvertretende Vorsitzende Fabian Strauch ausführt, der als Moderator durchs Programm führt.

Das tierische Thema zieht sich als roter Faden durch das komplette Familienkonzert: Die altersweise Schildkröte Nessaja aus Peter Maffays Rockmärchen Tabaluga hat dabei ebenso ihren Auftritt wie die Bremer Stadtmusikanten, deren Geschichte Fabian Strauch in den leiseren der von der Stadtkapelle unter der Leitung von Daniel Wolkober präsentierten Passagen von Hayato Hiroses Komposition erzählend beisteuert. So ergänzen Wort und Klang einander und führen vor, dass Instrumente Geschichten erzählen können. Auch das kommt bei den Kindern im Publikum prächtig an.

Bei diesem tierischen Reigen bleibt es nicht aus, dass die Kinder im Publikum neugierig auf die Instrumente werden. Kein Problem: Im Instrumentengarten warten die Instrumente an zehn Stationen darauf, von Kindern ausprobiert zu werden. Seit zehn Jahren verknüpft die Stadtkapelle ihr Familienkonzert mit diesem Instrumentengarten, um potenzielle neue Musiker an den Verein heranzuführen. Diese pfiffige Form der Jugendarbeit hat sich bewährt: „Es gibt immer wieder Kinder, die durch diesen ersten Kontakt ihre Laufbahn bei der Stadtkapelle starten“, sagt Hans-Jürgen Draser: „In puncto Nachwuchs ist die Stadtkapelle derzeit recht gut aufgestellt.“

Info

Weitere Informationen zum Verein gibt es unter www.stadtkapelle-boeblingen.de im Internet.

Die Stadtkapelle Böblingen unter der Leitung von Daniel Wolkober bei ihrem Familienkonzert in der Aula am Murkenbach. Bild: Staber