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Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter · 19.06.2010

Spielmeile mit Schaufelbagger

Weil der Stadt: "Spaß uff dr Gass" mit Kunsthandwerkerschau auf dem Marktplatz

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ong>Der Marktplatz und viele umliegende Straßen und Wege wurden in Weil der Stadt zur Spielmeile. 36 Spielstationen hatte der Stadtjugendring bei seinem "Spass uff dr Gass" organisiert. Am Viehmarktplatz und der Badtorstraße zeigten siebzig Aussteller Kunstgewerbe und beim verkaufsoffenen Sonntag hatten fast alle Geschäfte geöffnet.

 

Ein weiteres Highlight war am Samstagabend die längste Tafel in Weil der Stadt mit einhundert Metern entlang der Stadtmauer. Der Lions-Club Johannes Kepler ließ zu Beginn von Bürgermeister Hans-Josef Straub einen Ochsen am Spieß anschneiden. Der gesamte Erlös der Veranstaltung kommt der Jugendarbeit in Weil der Stadt zugute. Im Besonderen wird ein Streetwork-Filmprojekt gefördert.

 

Schon am frühen Nachmittag gleich nach Beginn der Spielmeile war die Innenstadt von Kindern und Jugendlichen bevölkert. Wartezeiten gab es am Minibagger der Ministranten. Zum dritten Mal hatten die Minis einen Drei-Tonner-Minibagger gemietet und wer wollte, durfte die Schaufel vom Fahrersitz aus bedienen. Es ging nicht darum ein Loch zu graben, sondern die Schaufel mit einem Stift sicher durch ein P zu führen. "Der heiße Draht ist ein riesiger Erfolg" schwärmte Tobias Forstenhäusler, der bei den Ministranten unter anderem die Aufsicht führte.

 

Obst und Gemüse ertasten

 

Beim Obst- und Gartenbauverein Merklingen durften die Kinder fühlen. In verdeckten Körben waren Obst und Gemüse nur durch die Hände zu ertasten. An jedem Stand gab es bei erfolgreicher Teilnahme einen Stempel in den Spielerpass. Wer mindestens zehn Stationen erfolgreich vorweisen konnte, nahm an der Verlosung zum Spielkönig teil.

 

Am Stand vom Internationalen Kreis mussten zu jedem Land Eigenheiten zugeordnet werden. Zum Beispiel ein Stück Pizza zu Italien. Mit speziellen Brillen konnten die Kinder am Stand der Polizei so sehen, wie jemand, der zwischen 0,8 und 1,5 Promille Alkohol im Blut hat. Da sah Weil der Stadt ganz schön verschwommen aus und mit den Brillen mussten die Kinder auf einer Linie und zwischen Absperrhütchen laufen.

 

Stelzen und ein Fass standen zur Fortbewegung bei der Elterninitiative. Ein riesiger Autokran half beim Kistenstapeln und die Jugendarbeit in Weil der Stadt, die sich ab 1. September Kinder- und Jugendhilfezentrum nennt, bat Mutige zum "Bullriding".

 

Ein Jubiläum gab es bei der Kunstgewerbeausstellung. Seit 25 Jahren wird sie von der Familie Latt aus Weil der Stadt alle zwei Jahre organisiert. "Wir hatten damals einen Keramikladen. Dann kam die Idee mit dem Markt", erzählt Wolfgang Latt.

 

Während die Besucher schon schwitzten, als sie bei Sonnenschein durch den Markt schlenderten, hatte Peter Glasbrenner mit über 40 Grad den heißesten Platz. Der Glockengießer aus dem Tüngental bei Schwäbisch Hall zeigte, wie kleine Glocken aus Bronze hergestellt werden. Die Bronze wird dazu auf 1100 Grad erhitzt. Der Glockengießer, der mit seinem Sohn Max gekommen war, hat übrigens auch die Glocken der Schafhausener Kirche vor vier Jahren gegossen.