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Von unserem Mitarbeiter Bernd Heiden · 27.08.2016

Spagatsprung für Mercedes-Benz

Sindelfingen: Jana Conradt ist die Solo-Ballerina im neuen Daimler-Unternehmensfilm

Ballett heißt ihre große Leidenschaft seit 16 Jahren. Schon viele Solo-Rollen hat sie bei den Ballett-Vorführungen der Stage-Dance Ballettschule in der Sindelfinger Stadthalle getanzt. Dennoch ist dieser Auftritt für Jana Conradt etwas ganz Besonderes. Im neuen Daimler Unternehmensfilm „Driven by creativity“ tritt sie als Ballerina auf.

„Perfektion und Anmut entstehen durch innere Kraft, Ausdauer und Disziplin“, ist Jana Conradts Stimme zu hören, bevor sie im weißen Tutu, dem klassischen Ballettröckchen, und Ballettschuhen bildfüllend erscheint. Während ein Schriftzug sie als „Jana Ballerina Mercedes-Benz Werk Sindelfingen“ vorstellt, zeigt sie einen „Grand jeté“, den Spagatsprung, dreht auf der Spitze Pirouetten, legt im gleißenden Scheinwerferlicht ein paar Trippelschritte ein und reiht weitere klassische Ballettfiguren aneinander. Aus dem Hallenhintergrund steuern dazu Mercedes-Modelle auf sie zu und umkurven die Tänzerin. So sieht ihr großer Soloauftritt in „Driven by creativity“ aus. Dazu spielt sie in einigen weiteren Sequenzen des knapp fünfminütigen Unternehmensfilms mit.

Die 21-jährige Sindelfingerin (Bild: z) ist damit eine von zwölf Konzern-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die in dem Film mitwirken. Aus dem Sindelfinger Werk gehören dazu der Sindelfinger Rapper Ahmad Hijazi und der Gärtringer Kunstradfahrer Jorit Mohr. Viele andere hatten indes einen deutlich weiteren Anreiseweg zum Drehort in der alten Lagerhalle in Berlin. Der Autobauer hat für den Streifen auch Mitarbeiter aus den USA, Mexiko, China, Japan und Großbritannien gecastet.

Die Ballerina macht seit 2014 bei Daimler eine Ausbildung zur technischen Produktdesignerin. Dass sie seit ihrem fünften Lebensjahr Ballettunterricht in der Sindelfinger Ballettschule Stage-Dance hat, spielte bis dahin in ihrer Berufslaufbahn keine Rolle. „Gibt’s jemanden, der ein cooles Hobby hat?“, so habe ihr Chef 2015 den Aufruf publik gemacht, dass Mitarbeiter für den neuen Daimler-Dreh gesucht werden, erzählt Jana Conradt. Weltweit hätten sich damals viele Hundert beworben. Darunter ist sie die Einzige, die Ballett zu bieten hat. „Jana, du bist dabei“, kommt später der Anruf: Ballett passe mit seiner Eleganz gut zur Marke Mercedes-Benz. Um zu zeigen, was sie kann, schickt sie dem Filmteam ein paar Fotos und dreht noch kurze Handyvideos in der Ballettschule. „Die wollten fürs Drehbuch wissen, was ich drauf habe.“

Eine richtige Choreografie gibt’s am Drehort aber nicht – Musik ab und Jana Conradt legt los. „Ich hab’ einfach improvisiert“, erzählt sie zur Entstehung ihrer großen Tanzszene.

Eine Stunde tanzt sie dafür vor fünf Kameras, die sie aus unterschiedlichen Perspektiven filmen. Im fertigen Film dauert ihr großer Auftritt letztlich etwa 15 Sekunden.

„Ich hab’ noch mal Extrastunden reingehauen“, sagt sie zu ihrer persönlichen Tanz-Vorbereitung Wochen vor den Aufnahmen. Denn mit Beginn der Daimler-Ausbildung hatte sie auch ihren Trainingsumfang zurückgefahren. Zuvor gab es Phasen, in denen sie vier Mal in der Woche im Tanz-Saal übte. Sie gibt zu: Der Zenit ihres Könnens liegt schon ein paar Jahre zurück.

Wenn sie im Film auch die sympathische Tänzerin mimt, das Ballerina-Dauerlächeln ist eigentlich weniger ihre Sache. Auf der Bühne verkörpert sie lieber die Fiesen. „Da kann man mehr Rambazamba machen.“ Carabosse, die böse Fee im Dornröschen-Ballett, getanzt vor vier Jahren in der Stadthalle, ist so bislang ihre Lieblingsrolle.

„Ich fand es eine einmalige Gelegenheit, da mitzumachen“, sagt sie dennoch über ihren Daimler-Filmauftritt. Mit eigener Visagistin über Tonleute bis hin zum eigenen Caterer und den vielen Kameras – allein der am Berliner Set betriebene Aufwand hat sie merklich beeindruckt. „Das war ein Megaerlebnis, mitzubekommen, wie so was funktioniert.“

Online

Der Film ist im Internet zu sehen auf dem Video-Portal www.youtube.com,, dort als Suchbegriff „driven by creativity“ eingeben. Auch auf der Facebook-Seite der SZ/BZ www.facebook.com/szbz.de ist der Film verknüpft.