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Von Dirk Hamann 
und Jürgen Wegner · 18.09.2020

So tickt der Präsident des VfB Stuttgart

PodcastBB: „Willi und Dödel“ beenden mit Claus Vogt pünktlich zum Bundesliga-Start der Weiß-Roten gegen den SC Freiburg die Sommerpause

Der VfB-Präsident Claus Vogt im Zusammenspiel mit Dirk "Dödel" Hamann und Jürgen "Willi" Wegner.Bild: Teufel

Trikots ohne Ende, weiß-roter Meisterjubel vom 16. Mai 1992 aus der Konserve: Im Vereinszimmer des von Claus Vogt gegründeten „FC Playfair!“ auf der Hulb in Böblingen herrscht Stadionatmosphäre. Pünktlich zum Bundesliga-Start und dem Bundesliga-Auftakt der Wasenkicker gegen Freiburg ist auch PodcastBB mit „Willi und Dödel“ zurück aus der Sommerpause. Die beiden führen ein sehr persönliches Gespräch mit dem Präsidenten des VfB Stuttgart.

Zum Podcast ""Willi und Dödel" mit Claus Vogt geht es hier

Manchmal war es schon ziemlich einsam. Es gibt von Claus Vogt ein bezeichnendes Bild. Mit dem Schal in der Hand, singend alleine auf der Tribüne.

Claus Vogt: „Das kann man so nicht planen und an die Situation kann ich mich gut erinnern. Das war kein Singen, sondern Schreien. Es war dieses Spiel gegen den HSV. Es ging es darum, wer vorne dran bleibt, wir lagen zur Halbzeit 0:2 hinten, waren quasi tot, das muss man ehrlich sagen. Dann in der Nachspielzeit dieses 3:2 – da kannst du nicht sitzen bleiben. Mir war da zu keiner Sekunde bewusst, dass es Kameras gibt. Aber schade, ich wäre gerne mit unseren 60 000 im Stadion gewesen, das Dach wäre weggeflogen. Das sind die Spiele, von denen der Fußball lebt. Und da hätten sich ganz viele, vielleicht auch so junge wie ich damals, mit dem VfB identifiziert."

Wie fühlte es sich an, ganz ohne Fans im Stadion?

 

Claus Vogt: „Es sind keine Trauerspiele, aber es sind traurige Spiele. Die Jungs spielen doch für die Fans. Die Stimmung ist eigentlich das, was uns auszeichnet. Wir haben in der zweiten Liga wirklich nicht überragend gespielt – und trotzdem 50 000 zu haben ist einmalig. Nicht nur in Deutschland, sondern in der Welt. Das zeigt, was für eine Kraft dieser Verein hat. Da sieht man auch, dass Fußball so viel mehr ist als ein 1:0. Und wir sind gottfroh, dass wir aufgestiegen sind. Mehr noch, dass wir sportlich aufgestiegen sind und dass es keinen Abbruch gab. Dann hätte es immer die Diskussion gegeben, was wäre, wenn.“

 

Und wo geht es hin?

 

Claus Vogt: „Erstes Ziel ist immer, oben zu bleiben. Ich wünsche mir, dass wir so wenig wie möglich mit dem Abstieg zu tun haben. Dann noch, dass wir jedes Jahr einen Platz besser sind. Dann sind wir irgendwann auch wieder ganz vorne mit dabei.“

 

Das komplette Interview steht auf www.szbz.de