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Von unserem Mitarbeiter Matthias Staber · 09.07.2012

Singer geht in dritte Amtsperiode

Steinenbronn: Amtierender Bürgermeister mit 64,48 Prozent der Stimmen bestätigt / Herausforderer Reinhard Riesch kommt auf 32,19 Prozent

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ong>Johann Singer bleibt Bürgermeister von Steinenbronn: Mit 64,48 Prozent der Stimmen hat sich Singer gestern klar gegen seinen Herausforderer Reinhard Riesch durchgesetzt. Für Riesch stimmten 32,19 der Wähler.

Von den 4469 wahlberechtigten Steinenbronnern gingen 1895 zur Bürgermeisterwahl. Damit liegt die Wahlbeteiligung bei 42,40 Prozent. 62 der abgegebenen Stimmen waren ungültig. 1182 Bürger stimmten für den amtierenden Bürgermeister Johann Singer, der seit 16 Jahren im Amt ist und nun seine dritte achtjährige Amtsperiode antreten kann.

Für den Herausforderer Reinhard Riesch stimmten 590 der Wahlberechtigten. Auf 19 Stimmen kommt Hauptamtsleiter Wolfgang Bohn, der nicht zur Wahl angetreten war, ebenso wie Kämmerer Hans-Dieter Bär, der auf zehn Stimmen kommt.

Die dritte Amtsperiode von Johann Singer sieht Dr. Wolfgang Miller, CDU-Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister, als „Chance für eine Neuausrichtung“. Ein Bürgermeister könne nicht alles alleine machen, sei aber „sehr wichtig für Steinenbronn. Wo Menschen sich begegnen, gibt es Konflikte – das ist normal. Und in Steinenbronn begegnen sich viele Menschen. Schlimm wird es nur, wenn Konflikte nicht erkannt werden und sich Menschen nicht ernst genommen fühlen.“ Er wünsche sich für die kommenden acht Jahre, dass es in Steinenbronn Veränderungen bei den „Dingen gibt, die nicht rund laufen“.

Er hoffe, dass „die nächsten acht Jahre in Steinenbronn ruhiger laufen als die letzten acht Jahre“, sagt der Steinenbronner Kämmerer Hans-Dieter Bär. Johann Singer solle bedenken, dass „acht Jahre schnell vorbei sein können: Das haben wir bei der Löwenkreuzung gesehen.“ Auf der anderen Seite gebe es in Steinenbronn noch viele Aufgaben, die während der letzten acht Jahre liegen geblieben seien.

Mit dem Wahlergebnis der Steinenbronner Bürgermeisterwahl habe der Wähler eine klare Sprache gesprochen, sagt der stellvertretende Landrat Wolf Eisenmann: „Das Wahlergebnis ist ein klarer Vertrauensbeweis des Bürgers.“ Es gehöre Mut dazu, nach 16 Jahren im Amt erneut zur Wahl anzutreten. Es gehöre zum Amt eines Bürgermeisters, „Menschen manchmal auch weh zu tun.“

Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses bedankte sich Johann Singer bei den Wählern und den Wahlhelfern. Und bei seiner Frau Bettina: „Die Erziehung unserer Tochter und die vielen Termine waren in letzter Zeit ein Spagat. Ohne meine Frau hätte ich es nicht geschafft“, so Johann Singer. Die Arbeit der Steinenbronner Verwaltung laufe „in den letzten 16 Jahren immer runder. Es macht richtig Spaß, in den Gemeinderat zu gehen.“

Der neue und alte Bürgermeister von Steinenbronn heißt Johann Singer (rechts), der sich mit seiner Frau Bettina (links) am Sonntag bei den Wählern bedankte. Bild: Staber