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Thomas Oberdorfer · 05.06.2020

Sex über Fake-Profile

Böblingen: 52-Jähriger wegen Zwangsprostitution verurteilt

Bild: Alexstar / Adobe Stock

Angeklagt war ein 52 Jahre alter Böblinger unter anderem wegen eines sexuellen Übergriffs und wegen Vergewaltigung. Bestraft wurde er wegen Zwangsprostitution in zwei Fällen, dazu kam der Besitz von kinder- und jugendpornografischen Schriften. Das Amtsgericht Böblingen verurteilte den einschlägig vorbestraften 52-Jährigen zu einem Jahr und neun Monaten Haft ohne Bewährung.

Der 52 Jahre alte Angeklagte kam im Oktober 2018 mit dem 20 Jahre alten Geschädigten an dessen Arbeitsplatz in einer Einrichtung für Menschen mit Handicap in Kontakt. Der Angeklagte war bei einer Zeitarbeitsfirma als Fahrer eingestellt, er belieferte die Einrichtung mit Material. Der Geschädigte war in der Warenannahme beschäftigt. „Wir kamen ins Gespräch. Von einer Behinderung habe ich nichts mitbekommen. Ich mochte seine kindliche und niedliche Art, irgendwann hatte ich mich in ihn verliebt“, sagte der Angeklagte, der homosexuell ist.

 

Beide tauschten ihre Handynummern aus, sie nahmen über ein soziales Netzwerk Kontakt zueinander auf. „Wir haben fast jeden Tag miteinander geschrieben“, sagte der Angeklagte. „Wir“, das war aber nicht nur der 52-Jährige, das waren auch von ihm erfundene Profile in einer Chatgruppe. Bei diesen Fake-Profilen handelte es sich um erdachte Frauen, sprich: Der Angeklagte schrieb den Geschädigten in verschiedenen Rollen an. „Das war schon sehr schäbig von mir“, sagte der Angeklagte.

 

 

Der 52-Jährige hatte eine perfide Masche entwickelt: Die angeblichen Frauen stellten dem Geschädigten Sex mit ihnen in Aussicht. Sie würden aber gerne Nacktfotos und ein Video von ihm sehen und auch sexuelle Handlungen von ihm mit dem Angeklagten. „Ich habe ihn ausgetrickst“, sagte der 52-Jährige, der Sex war aber immer einvernehmlich. Tatsächlich war zu keinem Zeitpunkt die Rede davon, dass körperliche Gewalt im Spiel war.

 

 

Der gesamte Artikel steht auf www.szbz.de