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Von unserem Redaktionsmitglied 
Rebekka Groß · 20.02.2020

Seite an Seite mit dem Kochprofi

Grafenau/Stuttgart: Bei der 4. Auflage der Veranstaltung „Cook meets Rock“ kocht der Döffinger Tino Eggert gemeinsam mit Ole Plogstedt für einen guten Zweck

  • Bei Cook meets Rock stand Tino Eggert (Mitte) gemeinsam mit Koch-Profi Ole Plogstedt (links) und Paul Wilczok am Herd und zauberte „Antifa-Lafel auf Sesamstraße“. Bild: Groß

  • Kochprofi Ralf Zacherl.

  • Kochprofi Frank Oehler

  • Die Cook meets Rock-Erfinder Dirk Mölter (links) und
 Jörg Widlicky.

  • Kochprofi Mike Süsser.

Das Atrium der Messe Stuttgart ist in pinkes Licht getaucht. In der Luft liegt der Geruch von angebratenen Zwiebeln und Fleisch. Während die Gäste sich einen Platz an den Tischen suchen, herrscht hinter den seitlich aufgebauten Kochinseln geschäftiges Treiben. Teller müssen vorbereitet, Schüsseln mit den Vorräten griffbereit gestellt und die Fleischstücke in der Pfanne gewendet werden.

 

Zum vierten Mal heißt es „Cook meets Rock“. Die mittlerweile größte Auflage der Kochveranstaltung mit Livemusik und Tattoo-Künstlern zum guten Zweck findet zum ersten Mal im Herzen der Stuttgarter Messe, in deren Atrium statt. Köche wie Ralf Zacherl, Mike Süsser, Frank Oehler und Ole Plogstedt, bekannt durch die TV-Serie „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“ sind gekommen, um einerseits den rund 400 Gästen einen genussvollen Abend zu bereiten, und andererseits möglichst viele Spenden für das Kinder- und Jugendhospiz Pusteblume in Backnang zu sammeln.

 

 

Vorbereiten auf den Ansturm

 

 

Mittendrin im Getümmel ist Tino Eggert aus Döffingen. Der gelernte Koch, der nebenberuflich Kochevents mit seinem Label „Tino fresh food customs“ anbietet, ist zum ersten Mal Teil der Veranstaltung. Gemeinsam mit Kochprofi Ole Plogstedt und dessen rechter Hand Paul Wilczok bereitet er sich auf den Ansturm der hungrigen Gäste vor. Rund 400 Falafel soll er an dem Abend formen und ausbacken. „Als ich wusste, ich würde mit Ole Plogstedt kochen, habe ich mich total gefreut. Dass ich bei der Veranstaltung dabei sein darf, ist eine wichtige Chance für mich, die nicht jeder Koch bekommt“, freut sich der Döffinger.

 

 

Die Macher hinter der Veranstaltung sind Dirk Mölter aus Winterbach und Jörg Widlicky aus Schorndorf. Vor Cook meets Rock kannten sich die beiden nur flüchtig. Entstanden sei die Idee für die große Küchenparty zum guten Zweck „aus einer Bierlaune heraus“, sagt Dirk Mölter. Was in einem Zirkuszelt auf einer Wiese begann, ist über die Jahre stetig gewachsen. Mit den letzten drei Auflagen der Veranstaltung haben die beiden Stuttgarter bereits rund 25 000 Euro Spenden gesammelt.

 

 

Dass ihre Idee mal so große Ausmaße annehmen würde, daran hätten sie selbst wohl am wenigsten geglaubt. „Die Planung geht an die Substanz. Die Zeit und die Nerven bekommen wir nicht wieder, aber wenn wir sehen, wie viele Leute kommen, Spaß haben und spenden, dann war es den Aufwand wert“, sagt Jörg Widlicky.

 

 

Für den Abend, auf dem unter anderem von Tattoo-Künstlern bemalte Kochlöffel versteigert werden, hat sich jeder der zwölf Profiköche ein besonderes Gericht ausgedacht. Auf dem Menü von Ole Plogstedt, der mit seiner „Roten Gourmet-Fraktion“ beispielsweise das Tour-Catering der Band „Die Toten Hosen“ oder Musiker Jan Delay ausrichtete, stehen Antifa-Lafel mit islamisiertem Kartoffel-Püree an Demogeld-finanzierten Pistazien und Tomatenschlontz auf Sesamstraße, garniert mit einem „Guten Appetit und nie wieder Faschismus“.

 

 

Viel Spaß in der Küche

 

 

Damit das Gericht in seiner Perfektion auf die Teller findet, war jede Menge Vorarbeit nötig. Ab 8 Uhr am Morgen bis 17 Uhr stand das Dreier-Team in der Küche, schnippelte Zwiebeln und Tomaten und bereitete die Falafel-Masse vor. Danach galt es, den Stand aufzubauen. „Wir hatten sehr viel Spaß in der Küche, und das Klima war cool und aufgelockert. Ich fand es auch sehr sympathisch, dass Ole bei jedem der Schritte mit angepackt hat und quasi der Erste und Letzte in der Küche war und am Ende sogar mit abgespült hat“, sagt Tino Eggert. „Es war mir eine Ehre, mit ihm zu kochen. Er ist ein sehr authentischer Koch. Und ich konnte mir den einen oder anderen Tipp wie frittierten Wildreis als Crunch abschauen.“

 

 

Trotz Dauerschlange an ihrem Stand ist über den Abend die Stimmung gut. Es wird gelacht und gescherzt, und Kochprofi Ole Plogstedt steht trotz Anrichte-Stress gut gelaunt für einen kurzen Plausch oder ein Selfie mit den Gästen bereit. „Tino ist ein echt toller Typ und schlägt sich super. Ich würde in Zukunft gerne mal etwas mit ihm gemeinsam machen“, sagt Ole Plogstedt.

 

 

Weitere Bilder der Veranstaltung gibt es in unserer Bildergalerie