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Thomas Volkmann · 30.05.2020

Sehen, was einem das Material schenkt

Das Porträt: Malerin Gabriele Semlitsch aus Ehningen und die Faszination für Bilder aus Marmormehl

Herrenberg, Gabani, Gabi Semlitsch, Künstlerin, GB-Foto: Vecsey

„Man muss aus dem, was man geschenkt bekommt, das Beste machen“, sagt Gabriele Semlitsch über ihre aus Marmormehl entstandenen Bilder. Eine Auswahl ist immer wieder im Tagescafé Gabani in Herrenberg zu sehen, das die in Ehningen wohnende Semlitsch zusammen mit ihrer Cousine betreibt – und hier auch Malkurse anbietet.

Ihrer kreativen Ader folgte Gabriele Semlitsch zunächst als gelernte Bauzeichnerin und mit einem Interesse für Innenarchitektur und Einrichtung, was gewiss auch im seit einem Jahr in der Herrenberger Altstadt geöffneten Gabani zum Ausdruck kommt. Die Hinwendung zur Kunst selbst vollzog sich bei Semlitsch vor rund 25 Jahren über Malkurse in der Volkshochschule, Themenseminare oder kreative Malwochen. Besonders angetan hat es ihr dabei die Arbeit mit Marmormehl.


„Es ist ein stark vom Zufall bestimmter Prozess, bei dem der bewusste Einsatz von Material mitentscheidend ist“, sagt Gabriele Semlitsch über die herausfordernde Arbeit mit einer Vielzahl expressiver Möglichkeiten für Werke der abstrakten Kunst. Wobei die Vorstellung einer „Malerei“ im klassischen Sinne mit Pinsel und Farben für diese mit chemischen Reaktionen und einer Mitsprache des Materials einhergehende Entstehungsform nicht ganz anwendbar ist.


Zunächst nämlich wird auf eine waagerecht liegende Leinwand das mit Acrylbinder verrührte Marmormehl mit einem Spachtel aufgebracht, wobei dem Werk hier bereits eine gewisse bildnerische Struktur, wie zum Beispiel eine Landschaft, mitgegeben wird. Sobald die Masse angetrocknet ist, werden Farbpigmente aufgeworfen oder aufgepustet, in einem dritten Schritt dann Flüssigkeiten wie Kirschbeize, Spiritus, Öle, Terpentin, Tusche oder auch selbst gemachte Acrylfarben verteilt, aufgesprüht, übergossen oder geschüttet. „Da können dann auch schon mal regelrechte kleine Seen auf dem Bild stehen“, merkt Gabriele Semlitsch an.


Dann heißt es „Warten auf die Geschenke, die passieren“ und gespannt sein ...


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