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24.02.2018

Schutz der Kinder steht über allem

Missbrauch: Der TSV Höfingen war in seinen Grundfesten erschüttert, als herauskam, dass ein Tischtennis-Jugendtrainer Nachwuchsspieler über Jahre hinweg sexuell missbraucht hat. Jetzt aber mit dem Finger auf den TSV zu zeigen, ist verfehlt. Jeder, der in einem Verein tätig war oder ist, weiß, dass sich Abläufe einschleifen, dass viele Dinge seit Jahren nach demselben Strickmuster laufen. Dass vielen ehrenamtlichen oder auch angestellten Trainern viel Vertrauen entgegengebracht wird. In den allermeisten Fällen ist dieses Vertrauen völlig gerechtfertigt. Es wird aber niemals eine hundertprozentige Sicherheit geben für einen Verein, dass unter seinem Dach und durch seine Trainer keine Sexualstraftaten verübt werden. Die Lehre aus dem Höfinger Fall muss sein, dass alle Vereine ein Schutzkonzept entwickeln und dieses Schutzkonzept mit Leben füllen, um das Restrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Das Konzept darf nicht nur auf dem Papier stehen, es muss im Verein auf allen Ebenen kommuniziert werden. Der TSV Kuppingen ist Vorreiter in Sachen Schutzkonzept, seine geleistete Arbeit verdient Respekt. Andere Klubs haben nun die Chance, sich das Konzept der Kuppinger zu eigen zu machen, stets angepasst auf die jeweiligen Gegebenheiten. Und dies muss rasch geschehen, denn nur dann werden potenzielle Sexualstraftäter abgeschreckt, nur dann können die Kinder und die Jugendlichen wirksam vor Übergriffen geschützt werden. Ein Baustein dieses Schutzkonzepts ist das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis. Unverzüglich sollten die Vereine dieses Papier von ihren Übungsleitern, Betreuern, Haupt- und Ehrenamtlichen einfordern. Ist eine Person im Rahmen einer strafbaren Handlung aktenkundig geworden, so ist es darin verzeichnet und ein Verein kann daraus die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Es geht um den Schutz der Kinder. Dieser steht an erster Stelle und nichts anderes.

sport@szbz.de

Von Thomas Oberdorfer

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