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Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter · 17.08.2017

Schienen liegen auf einem Haufen

Weil der Stadt: Beim Ausbau der Straße am Malersbuckel wurde an die Hermann-Hesse-Bahn gedacht

Die Weil der Städter waren eigentlich eher weniger für eine eigenständige Hermann-Hesse-Bahn aus Calw und viel eher für eine S-Bahn-Verlängerung. Aber das ist nicht der Grund, warum die Schienen samt Schwellen der Bahn am Ortseingang übereinandergeworfen worden sind.

So wird die Bahn die Stadt wohl nicht erreichen. Die auf einen Haufen geworfenen Schienen haben einen ganz anderen Grund. Beim Ausbau der Straße am Malersbuckel querte die Bahnverbindung von Grafenau kommend diese Straße. Schwellen und Schienen wurden von der Baufirma im Bereich der Straße entfernt.

„In Absprache mit dem Landratsamt Calw“, sagt dazu Bauleiter Paul Scharff vom Weil der Städter Ingenieurbüro Schädel. Der Landkreis Calw wird die Schienen ohnehin neu verlegen lassen, bevor der erste Zug auf der Hermann-Hesse-Bahn fährt.

Weil der Stadt muss auch noch kurz nach der Querung über die Malersbuckel-Straße die Brücke über die Bundesstraße 295 bauen. Künftig soll die Hermann-Hesse-Bahn direkt durch einen Tunnel hinter Ostelsheim nach Weil der Stadt fahren, ohne die Schleife um den Dätzinger Hacksberg zu nehmen.

Durch die Klage des Bunds gegen den Feststellungsbescheid des Regierungspräsidiums wurden die Baumaßnahmen für die Hermann-Hesse-Bahn gestoppt. Der Bund sieht beim Nutzen von zwei Tunnels bei Althengstett und Calw-Heumaden die dort lebenden Fledermäuse gefährdet. Das Verfahren läuft.

So wird die Hermann-Hesse-Bahn Weil der Stadt wohl nicht erreichen. Die auf einen Haufen geworfenen Schienen haben einen ganz anderen Grund. Bild: Richter