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Von unserer Mitarbeiterin Saskia Drechsel · 23.07.2011

Sattelmaier will es noch mal wissen

Leichtathletik: Der VfL Sindelfingen peilt bei der deutschen Meisterschaft in Kassel zwei Medaillen an

Stephan Stoll war bei den baden-württembergischen Meisterschaften noch nicht zufrieden mit seinen Leistungen über die 400 Meter Hürden. Das soll in Kassel anders sein: „Ich bin fit und habe die letzten Wochen gut trainiert“, sagt der 23-Jährige. Deswegen will Stoll voll angreifen: „Ich habe mir eine Saisonbestzeit vorgenommen. Momentan steht ja noch die Zeit von 51,13 Sekunden aus Regensburg und unter 51 Sekunden sollte es auf jeden Fall gehen“, hofft Stephan Stoll, der gute Endlaufchancen hat.

Auch für Patrick Oehler soll es in diesem Jahr in das Finale der besten Acht gehen. Im letzten Jahr verpasste der 800-Meter-Läufer unglücklich den Endlauf, das möchte der 22-Jährige nicht noch einmal erleben: „Ich will unbedingt ins Finale und wenn ich im Vorlauf selbst das Tempo machen muss.“

René Stauß will hoch hinaus

Mit Amerika-Rückkehrer René Stauß startet ein VfL-Athlet im Hochsprung. Der 23-Jährige hat auf deutschem Boden in dieser Saison noch keinen Wettkampf absolviert, zu groß waren die Schmerzen im Knie. „Dank meines Osteopathen Benjamin Kohl ist mein Knie etwas besser geworden. Die Schmerzen sind zwar nicht zu 100 Prozent weg, aber trotzdem möchte ich bei den deutschen Meisterschaften springen“, meint der Hochspringer. René Stauß möchte in Kassel unter die ersten acht Springer kommen. „Wie hoch ich springen kann, weiß ich allerdings nicht. Zwischen 2,05 Metern und 2,15 Metern ist alles drin, schätze ich. Ich hoffe, dass mein Knie nicht allzu große Probleme macht. Am Sonntag werde ich alles geben“, sagt der Sportler.

Auch Tim Assenheimer kämpft zurzeit mit den Schmerzen. „Wir tanzen wieder einmal auf der Rasierklinge, mein Fuß hat sich in Biberach nämlich erneut gemeldet“, erzählt der Sprinter, der schon unter mehreren Knochenödemen im Fuß litt. Eigentlich wollte der 26-Jährige nach seinem Wettkampf in Biberach die Saison abhaken, doch nach einer Trainingspause war Assenheimer wieder schmerzfrei. In Riederich erzielte er trotz widriger Bedingungen gute Zeiten. Nun will der Sindelfinger bei den deutschen Meisterschaften über 200 Meter Gas geben. „Ich würde mich als Wundertüte betrachten. In Kassel traue ich mir einiges zu, ich bin froh, überhaupt dabei sein zu können und Genießen steht ganz oben auf der Agenda, aber der Endlauf ist auf jeden Fall ein Fernziel“, sagt Tim Assenheimer.

Zu den Medaillenhoffnungen des VfL zählt Matthias Uhrig. Der Dreispringer ist als Drittbester gemeldet, doch es liegt nicht viel zwischen ihm und den Weiten von Konkurrenten, wie Andreas Pohle. „Mein Ziel ist es, besser abzuschneiden als im letzten Jahr“, so Uhrig. Da Kassel noch als Norm-Wettkampf für die Studenten Olympiade in Shenzen gilt, müsste Uhrig weiter als 16,35 Meter springen.

Im Kugelstoßen startet Tobias Dahm. Er hat ein einwöchiges Trainingslager in Kienbaum hinter sich und peilt in Kassel eine Platzierung unter den besten acht Stoßern an. „Ich bin so weit ganz gut drauf und will eine persönliche Bestleistung stoßen“, sagt Dahm. Für einen Platz im Finale müsste der Athlet des VfL Sindelfingen allerdings die 19-Meter-Marke knacken. Marco Schmidt wird ebenfalls in Kassel antreten und zählt zu den heißen Kandidaten für eine Medaille im Kugelstoßen. Über 100-Meter-Hürden startet am heutigen Samstag Sabrina Lindenmayer. Vereinskamerad Hannes Scharpf wird ebenfalls die 400-Meter-Hürden in Angriff nehmen.

Schwer einzuschätzen ist die 4 x 400-Meter-Staffel des VfL. Mit der schlechtesten Meldezeit zu den Meisterschaften gekommen, ist vieles möglich. Nicht einmal die Sprinter, die für den VfL antreten werden, stehen fest. Mit Steffen Sattelmaier hat der Vizeeuropameister in der 4 x 400-Meter-Staffel von 2003 Lunte gerochen. Er will seinem Team helfen und hat mit intensivem Training begonnen. Am Dienstag prüfte er in einem Testlauf über 350 Meter seine Form, das Ergebnis kann sich, trotz widriger Bedingungen, sehen lassen. „Für mich ist es wichtig, mir selbst noch mal gezeigt zu haben, dass ich es noch kann, wenn’s drauf ankommt.“ Heute Abend wird sich entscheiden, wer für den VfL antreten wird.