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Von unserem Mitarbeiter Thomas Volkmann · 16.12.2018

Sascha Korf gewinnt Böblinger Comedy-Preis

Böblingen: Der Wahl-Kölner Impro-Comedian Sascha Korf gewinnt das 15. Comedy-Festival in der Kongresshalle

Das Ergebnis war eindeutig: Sascha Korf (Mitte) hat sich beim Comedy-Festival in der Kongresshalle in die Herzen der knapp 1000 Besucher gespielt. Bild: Volkmann

Schlagfertig, kommunikationsfreudig und urkomisch – damit hat sich Sascha Korf beim 15. Comedy-Festival um die Böblinger Mechthild am Samstagabend in der Kongresshalle in die Herzen der knapp 1000 Besucher gespielt.

Nach einer höchst unterhaltsamen und abwechslungsreichen Gala stand der Improvisations-Comedian am Ende als Stimmenkönig fest – und fand: „Es ist an der Zeit, dass hier endlich auch einmal eine Frau gewinnt. Aber ich bin ja Kölner, das zählt zur Hälfte.“

An Frauen auf der Bühne hat es bei dieser 15. Böblinger Mechthild nicht gemangelt, sorgten doch mit dem diesmal von E-Bass und Schlagzeug begleiteten Quartett „La Finesse“ vier attraktive Streicherinnen für die musikalische Umrahmung des Abends. Höchste Musikalität besaßen aber auch Jennifer Rüth und Bühnenpartnerin Ming als die beiden „Queenz of Piano“.

Ihre knapp halbstündige „Bewerbung“ mit Tastenakrobatik von Klassik bis Boogie-Woogie und Blues lockerte den stark wortlastigen Kleinkunstwettstreit durch gekonnte Einlagen an den zwei eigens für den Auftritt organisierten Flügeln auf. Mit ihren wenigen kabarettistischen Zwischenkommentaren landeten die in München und Berlin lebenden Musikerinnen zwangsläufig aber auch deutlich weniger Treffer als ihre männlichen Konkurrenten.

Die SZ/BZ inspiriert

Dabei wurde es dem Publikum durch die Auswahl der Kandidaten ohnehin schon schwer gemacht, mussten sie – im übertragenen Sinne – doch Äpfel, Birnen und auch noch Quitten miteinander vergleichen. Schon Berhane Berhane, Gewinner der 14 Tage zuvor im Alten Amtsgericht ausgerichteten Nachwuchsrunde, legte die Latte ordentlich hoch. Wieder betrat der in Heidelberg aufgewachsene Äthiopier die Bühne zu fettem Hip-Hop-Sound vom Saal aus, wieder nutzte er seine Herkunft und Hautfarbe, um daraus humoristisches Kapital zu schlagen.

Arnulf Rating brauchte nach diesem Abgang eine Weile, um das Publikum für sich zu gewinnen. Dem seit über 40 Jahren auf Kleinkunstbühnen stehenden Politkabarettisten, den der junge Jan Böhmermann vor rund 20 Jahren in einer Zeitungskritik als „Jogginghosentarzan“ beschrieb und der nun mit leuchtendblauem Anzug, roten Lackschuhen und Clownsfrisur in Erscheinung trat, dienten Titelschlagzeilen aktueller Tageszeitungen als Stichwortgeber für bissig-satirische Kommentare. Auch auf die Ausgabe der SZ/BZ vom Samstag mit dem Aufmacher über einen ehemaligen KSK-Elitesoldaten mit Kontakten zur rechten Szene griff Rating zurück, war zwei Sätze später aber auch schon wieder beim nächsten Thema.


Der komplette Artikel steht am Montag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de

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