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Von unserer Mitarbeiterin Renate Lück · 04.10.2017

Runder Tisch für die Hesse-Bahn

Renningen: Gemeinde bleibt bei ihren Einwendungen gegen die Pläne

Die Planungen für die Hermann-Hesse-Bahn liegen den Renningern schwer auf dem Magen. Auch nach der zweiten Anhörung halten sie ihre Einwendungen aufrecht.

Die Renninger sehen nicht ein, dass die Bahn von Weil der Stadt bis zu ihrem Bahnhof fahren muss, da auf der Strecke ja auch die S-Bahn genutzt werden kann. Es wird prozessiert. Der Landkreis Calw hat nach der ersten Auslegung die Planfeststellungsunterlagen überarbeitet und legt sie zwischen dem 5. September und dem 4. Oktober noch einmal öffentlich aus.

Die Stadt Renningen ist als Träger öffentlicher Belange auch wieder gefragt. Bis auf die Wünsche zum Schutzgut Boden, denen Rechnung getragen wurde, halten sie alle Gegenpunkte aufrecht, wie etwa die Notwendigkeit von aktiven Lärmschutzmaßnahmen und der Einschätzung zu Luft und Klima. Völlig unverständlich ist dem Gemeinderat, warum Dieselautos verboten werden sollen, die Hesse-Bahn aber nur mit Dieselloks fahren darf.

„Wir wollten auf Augenhöhe mit den Leuten aus Calw sprechen. Das hat aber nie stattgefunden“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Faißt. „Es hieß nur: Die Hermann-Hesse-Bahn stört die S-Bahn nur marginal.“ Das empört Heiderose Berroth: „Wenn es im S-Bahn-Netz Verspätungen gibt und die Bahn in Renningen stehen bleibt, ist das keine Störung? Dann bleibt Malmsheim außen vor.“ Peter Weiß von der CDU möchte die beiden neuen Bundestagsabgeordneten Florian Toncar und Marc Biadadsz einspannen. Ein Runder Tisch mit allen Beteiligten wurde vorgeschlagen. Thomas Mauch (SPD): „Ein Runder Tisch ist gut, wenn es etwas bringt, und schadet nicht, wenn’s nichts bringt. Wir müssen den Schritt aber tun. Die Region als Träger der S-Bahn sollte endlich aufspringen.“