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Von unserem Redakteur 
Hansjörg Jung · 31.05.2019

Radautobahn: "Schnell, sicher, kreuzungsfrei"

Böblingen/Sindelfingen: Verkehrsminister Winfried Hermann weiht Radschnellweg auf dem Römersträßle ein / Kritik an unbefriedigendem Überweg über die Panzerstraße

  • Grün auf Grau: Hier verläuft der Radschnellweg auf dem Römersträßle (von links: OB Dr.Stefan Belz, Grüne-Abgordnete Thekla Walker, Landrat Roland Bernhard, Grüne-ASbgeordnter Dr. Benrd Murschel, ein sprühender Verkehrsminister Winfried Hermann und Dr. Bernd Vöhringer). Bild: Jung

  • An der Spitze des Pelotons (von links): Sindelfingens OB Dr. Bernd Vöhringer, Verkehrsmihister Winfried hermann, Böblingens OB Dr. Stefan Belz und Landrat Roland Bernhard. Bild: Jung

Bis in den Donnerstagabend hinein arbeiteten die Mitarbeiter von der Straßenmeisterei, um die grünen Strich aufzusprühen, die auf dem frisch asphaltierten Radschnellweg zwischen Böblingen und Stuttgart Radler und Fußgänger trennen sollen. Die 2,9 Millionen Euro teure Trasse wurde gestern eingeweiht.

Die grüne Farbe auf dem nagelneuen, grauen Asphalt war nicht nicht trocken, als sich der Minister, Abgeordnete, Landrat und OB's zur offiziellen Jungefern-Fahrt auf den Radschnellweg zwischen Rohr und der Böblinger Panzerstraße auf die Drahtesel schwangen. Zuvor hatten Winfried Hermann, Roland Bernhard, Dr. Bernd Vöhringer und Dr. Stefan Belz ordentlich Farbe auf die Schablone mit dem Piktogramm und dem Schriftzug Radschnellweg gegeben. „Es gibt noch kein offizielles Piktogramm für einen Radschnellweg – da haben wir einfach ein eigenes entworfen“, sagt der Grüne-Verkehrsminister. Dass der Landkreis und die beiden Städte das Projekt inklusive der unterstützenden Finanzierung in solch kurzer zeit gestemmt hätten, sei allen Lobes wert. Immerhin sei es ein Premiere für solch einen Radschnellweg im Lande.

 

 

 

 

Knapp 3 Millionen Euro

 

 

Die Kosten von knapp 3 Millionen Euro, so Hermann, seien im Vergleich zum Autobahnbau „ein Witz“. „Das kostet allein schon eine Grünfläche an einer Autobahnauffahrt anzulegen“, sagt der Verkehrsminister. Rund 1 Million Euro steuerte der Bund aus dem Fördertopf des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes für den bau des Premium-Radwegs bei, 820 000 Euro ließ sich das Land die Beleuchtung kosten und auch der Landkreis und die beiden Städte standen für über eine Million Euro gerade.

 

 

„Schnell, gerade, kreuzungsfrei – für Baden-Württemberg ist es wichtig, ein besseres und sicherer zu fahrendes Radwege-Netz zu entwickeln“, sagt Winfried Hermann. Schließlich so dereinst rund 20 Prozent des täglichen Verkehrs im Lande mit dem Fahrrad bewältigt werden – so die Zielperspektive. Deshalb hat das Verkehrsministerium derzeit noch andere Strecken – von Plochingen nach Cannstatt, von Heilbronn nach Bad Wimpfen und von Heidelberg nach Mannheim – derzeit in Planung. Bis zu 20 weitere Schnellwege werden noch untersucht.

 

 

Mehr zu neuen Radschnellweg steht in der Samstagsausgabe der SZ/BZ und unter www.szbz.de