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12.05.2018

Nicht nur für Christen ein Vorbild

zu: „In jeder bayrischen Behörde muss ein Kreuz hängen“ (SZ/BZ vom 25. April)

Während die CDU in Baden-Württemberg zum Thema „Kreuze in jede Behörde“ abwinkt, werden in Bayern Kreuze aufgehängt. Die bayrische Regierung bekennt sich zum Programm eines schuldlosen, gewaltlosen und vorbildlichen Märtyrers, den die damalige Behörde auf Druck der Bevölkerung rechtswidrig zum Tode verurteilte. Dieser Gewaltlose und Friedfertige, der bei seiner Festnahme die Gewaltanwendung seiner Anhänger strikt ablehnte, soll in Bayern nicht nur für Christen als Vorbild gelten, sondern für alle dort Lebenden, auch für Menschen anderer Religionen.

Gleichzeitig kritisiert dieses Zeichen auch alle die, welche sich als angebliche Christen nicht an diesem Vorbild bezüglich Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe orientieren oder es in der Vergangenheit missachtet hatten, obwohl der Gekreuzigte seinen Anhängern sogar die Feindesliebe ins Stammbuch geschrieben hat. Alle Religionen können dieses Kreuz mit diesem gewaltlosen Märtyrer-Vorbild zu ihrem Friedenszeichen wählen, wenn sie es wollen. Bayern kann angesichts des weltweiten Terrors stolz sein auf dieses Symbol, weil das Kreuz keine Gewalt kennt, sondern das Leben für alle Menschen will.

Dieser Märtyrer und Friedensstifter ist kein Schlächter oder Terrorist, der Menschenleben auf dem Gewissen hat und Andersgläubige mit Gewalt begegnet ist und deshalb gar zu verehren wäre. Dieses Kreuz würde manche Gesetze auf der Welt überflüssig machen, doch wir brauchen unsere Gesetze und die Staatsgewalt, weil wir das Kreuz nicht ernst genug nehmen. Wer dieses Kreuz nicht tolerieren will oder es gar abhängt, hat die Botschaft dieses Symbols der Gewaltlosigkeit, der Menschenliebe, des Friedens und des Lebens missverstanden.

Woran liegt es, wenn Menschen dieses Zeichen und die damit verbundenen Werte ablehnen? Liegt es gar an dem Namen Jesus Christus, der gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ ( Johannes 14,6)

Karl Berner, Altdorf