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Von unserem Redakteur Philipp Hamann · 12.08.2017

Nadine Hildebrand verpasst das Halbfinale

Leichtathletik: Die Sindelfinger Hürdensprinterin ist bei der WM in London genauso schnell gelaufen wie bei der deutschen Meisterschaft in Erfurt vor wenigen Wochen

Der fünfte Vorlauf über die 100-Meter-Hürden war nicht nur der letzte am gestrigen Vormittag, es war gleichzeitig auch der letzte WM-Auftritt von Nadine Hildebrand. Die Sindelfingerin schied als Fünfte in 13,14 Sekunden aus.

In dieser Woche grassierte der Norovirus im deutschen WM-Teamhotel in London. Nadine Hildebrand hatte Glück, sie blieb von der Magen-Darm-Erkrankung verschont. Deshalb ging sie gestern Vormittag optimistisch das Unternehmen WM-Halbfinale an. Allerdings musste Nadine Hildebrand warten. Sie startete erst im fünften und letzten Vorlauf. Zuvor sah sie, wie die deutsche Meisterin Pamela Dutkiewicz gleich im ersten Vorlauf als Zweite in 12,74 Sekunden ins Halbfinale stürmte. Eine Zeit unter 13,00 Sekunden hatte Hildebrands Trainer Werner Späth zum Erreichen der Vorschlussrunde vorgegeben.

Doch daraus wurde nichts. Nadine Hildebrand kam gut aus dem Startblock, aber mit jeder Hürde wurden die Beine schwerer. „Bis zur Mitte des Rennens sah es noch ganz gut aus, doch dann hat sich gezeigt, dass ich viele Trainingseinheiten wegen meiner Verletzung verpasst habe“, so Nadine Hildebrand nach dem Rennen. Am Ende fehlte der Sindelfingerin gerade mal der Wimpernschlag von zwei Hundertstel-Sekunden zum Erreichen des Halbfinals.

„Heute habe ich mich eigentlich besser gefühlt. Es ist sehr schade, dass es so knapp nicht geklappt hat“, sagte Nadine Hildebrand.

Auch Trainer Werner Späth, der den Lauf seines Schützlings live im Stadion verfolgte, konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. „Die Trainingsleistungen waren besser, deshalb hatte ich mir schon eine schnellere Zeit erhofft“, sagte Werner Späth.

Nutznießerin von Hildebrands 13,14 Sekunden war Ricarda Lobe. Die Mannheimerin qualifizierte sich als eine der vier Zeitbesten aus den fünf Vorläufen für das Halbfinale am gestrigen Abend. Da saß dann auch Werner Späth mit Ehefrau Rosemarie wieder im Stadion.

„Nach dieser Horror-Saison wäre das Halbfinale für Nadine Hildebrand eine feine Sache gewesen. Nach dem Aus ist sie sicherlich sehr angefressen“, sagte der Sindelfinger Trainer.

Böse erwischt hat es im Vorlauf von Nadine Hildebrand Deborah John (Trinidad und Tobago). Sie stürzte schwer und musste minutenlang noch auf der Bahn behandelt werden.