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Von Andreas Hagedorn* · 23.10.2018

Mythos Nummer 10: Nüsse haben zu viele Kalorien

Ernährung im Sport: Nüsse sind zwar kalorienreich aber auch voll von wichtigen Mineralien und Proteinen / SZ/BZ-Serie „Ernährungsmythen auf der Spur“ (20)

100 Gramm Nüsse haben im Schnitt rund 600 bis 700 Kilokalorien – je nach Sorte. Hier kann man also schnell über das Ziel hinausschießen. Das ist jedoch der einzige Nachteil. Nüsse sind nämlich größtenteils voll von Mineralien, sekundären Pflanzenstoffen, ungesättigten Fettsäuren und Proteinen.

Demnach gelten Nüsse definitiv als Bestandteil einer gesunden Ernährung. Geschichtlich betrachtet sind Nüsse sehr lange Bestandteil der Nahrung und somit haben sich Menschen an dieses Lebensmittel gut angepasst.

Laut einer Studie der Friedrich-Schiller-Universität in Jena aus dem Jahre 2017 hemmen Nüsse das Wachstum von Krebszellen. Nüsse sind aber auch bei Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Beschwerden empfehlenswert.

Mandeln enthalten viel Magnesium und können den Cholesterinwert und den Blutzucker senken, Kürbiskerne enthalten viel Zink und Magnesium und scheinen sich positiv auf Blase und Prostata auszuwirken. Walnüsse enthalten viel Magnesium, Phosphor (Knochendichte) sowie Omega-3-Fettsäuren und helfen bei der Entgiftung der Leber.

Neueste Untersuchungen belegen zudem Folgendes: Menschen, die viele Walnüsse essen, sind im Schnitt leichter als Menschen, die keine Walnüsse essen. Es liegt die Vermutung nahe, dass Nuss-Esser dann eben weniger Kalorien durch andere Nahrungsmittel aufnehmen. Nüsse sind als Snack vor dem Fernseher definitiv besser als Gummibärchen oder Chips. Da Nüsse auch ballaststoffreich sind, werden durch sie die Verdauung und der Stoffwechsel angeregt.

Wichtig: Wir reden hier von Nüssen pur. Also nicht von gerösteten, mit einer Panade versehenen Snacks, sondern von Nüssen in der reinen, natürlichen Form. Gesundheitlich positive Wirkungen sagt man den meisten Nüssen nach: Paranüsse, Walnüsse, Mandeln, Kürbiskerne, Macadamia, Haselnüsse, Pistazien oder Pekankerne – sie alle scheinen positive Wirkungen auf die Gesundheit zu haben, wobei die Vielfalt und Abwechslung wie immer eine entscheidende Rolle spielen. Als ungesünder gelten nach heutigem Stand hingegen eher die am häufigsten erhältlichen Erdnüsse. Diese sind meist auch stark gesalzen oder mit zusätzlichen künstlichen Geschmacksrichtungen versehen.

Entdecken Sie am Freitag in unserer Serie ein Rezept zu einem Nuss-Müsli mit roten Beeren.

*Zur Person

Andreas Hagedorn ist Studioleiter der Sportwelt und stellvertretender Sportmanager des VfL Sindelfingen. Als Diplom-Sportwissenschaftler und Ernährungsberater (Akademie der Naturheilkunde) beschäftigt er sich von Berufs wegen, aber auch aus privater Leidenschaft, mit den Themen rund um die Gesundheit. Neben der Weiterbildung im Bereich Ernährung hat er selbst viele Ernährungsweisen ausprobiert.

Für alle, die sich intensiver mit dem Thema beschäftigen wollen, bietet die Sportwelt des VfL Sindelfingen Ernährungsberatung an. Mehr dazu unter www.vfl-sindelfingen.com/sportwelt/

In der SZ/BZ-Serie „Ernährungsmythen“ gehen wir populären Irrtümern auf den Grund. Experte Andreas Hagedorn entzaubert immer dienstags einen gängigen Irrglauben, zeigt Alternativen auf und gibt jeden Freitag Rezepttipps für eine gesunde Sportler-Ernährung.

Wer die Serie regelmäßig verfolgen will und noch kein SZ/BZ-Abonnent ist, für den ist das Vier-Wochen-Schnupperabo zum Sonderpreis von 18 Euro genau das richtige. Zum Lesegenuss gibt es – passend zur Serie – einen Einkaufsgutschein in Höhe von 10 Euro für Messners Bauernladen in Maichingen. So steht einem gesunden Sportlermahl aus regionalen Zutaten nichts mehr im Weg. Melden Sie sich einfach telefonisch unter 07031/ 862-252, per E-Mail unter leserservice@szbz.de oder bestellen Sie auf abo.szbz.de im Internet.