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28.03.2019

Mündige Menschen

Von Jürgen Wegner

Fridays for Future: Konsequenzen sind völlig in Ordnung und unbedingt notwendig. Sie erklären das Actio-Reactio-Prinzip, das Schülern im Unterricht vermittelt wird. Das bedeutet: Wenn du etwas tust, dann hat das Folgen.

Bessere Folgen als am Sindelfinger Pfarrwiesen-Gymnasium kann man sich bei den Klima-Demos, für die Jugendliche den Unterricht schwänzen, kaum wünschen. Die Schüler sitzen nach und müssen sich in dieser Zeit mit dem Thema beschäftigen, Forderungen formulieren, ihr tägliches Handeln überdenken und Lösungen vorschlagen.

„Harte Konsequenzen“, mit denen andere Schulen offensichtlich drohen, sind jedoch fehl am Platz. Komplett unter Druck gesetzt entstehen keine mündigen Menschen, die für ihr Handeln geradestehen. Und die Lehre „wir können nichts bewirken, weil wir es nicht dürfen“, ist in etwa so hilfreich wie die Forderung „Klimaschutz den Profis zu überlassen“.

Auf diesen Wegen nimmt man Jugendlichen den Wind aus den Segeln. So wird Engagement unterdrückt, das über das Normale hinaus geht.

juergen.wegner@szbz.de