Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






Von Peter Maier und Sabine Haarer · 06.07.2016

Müllabfuhr zieht in Modefirma

Kreis Böblingen: Abfallwirtschaftsbetrieb ab Oktober in neuen Räumen auf der Hulb

Zum 1. Oktober bezieht die Verwaltung des kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetriebs neue Räume im Gewerbegebiet Hulb in Böblingen. Bei dem künftigen Standort handelt es sich um das ehemalige Firmengebäude der Böblinger Modefirma „Passport“.

Dies gab Landrat Roland Bernhard im Umwelt- und Verkehrsausschusses bekannt. „Ich bin erleichtert, dass es uns gelungen ist, für den Abfallwirtschaftsbetrieb und seine fast 60 Mitarbeiter in der Verwaltung innerhalb von Böblingen einen adäquaten Standort zu finden“, so der Landrat nach Unterzeichnung des Mietvertrages. Eigentümer und Vermieterin des Objekts ist die Hofkammer Grundstücksgesellschaft mit Sitz in Ludwigsburg.

Hintergrund für die Verlegung ist der gestiegene Raumbedarf im Landratsamt aufgrund der hohen Zuweisungszahlen an Flüchtlingen. „Bisher gelang es uns, die zusätzlichen Stellen zum großen Teil in den vorhandenen Räumlichkeiten im Landratsamt in der Parkstraße unterzubringen.“ Dies werde aber zunehmend schwieriger, da das Gebäude schon zuvor fast vollständig belegt war.

Zwar sind die aktuellen Zuweisungszahlen an den Landkreis derzeit rückläufig. „Dies hat jedoch keine Auswirkungen auf den tatsächlichen Mehrbedarf an neuen Stellen, denn wir müssen viele der bleibeberechtigten Flüchtlinge noch jahrelang betreuen“, so Bernhard. Dafür seien rund 50 zusätzliche Arbeitsplätze bis Ende des Jahres zu schaffen.

„Wir haben deshalb bei allen Ämtern und Abteilungen im Landratsamt nach einer größeren zusammenhängenden Verwaltungseinheit gesucht, die gut umzuziehen ist“, erläutert der Landrat die Entscheidung, für den Abfallwirtschaftsbetrieb neue Büroräume anzumieten. Als Eigenbetrieb habe der Abfallwirtschaftsbetrieb eine hohe Eigenständigkeit und weniger Schnittstellen zum Landratsamt, so dass bei einer Verlegung – im Gegensatz zu einzelnen kleineren Einheiten – weniger Reibungsverluste entstehen.

„Ich bin sehr froh, dass der Abfallwirtschaftsbetrieb und sein Werkleiter Wolfgang Bagin diesen Schritt von Anfang an einvernehmlich mitgegangen sind“, so Bernhard. Nicht zuletzt führen die vom Abfallwirtschaftsbetrieb bisher genutzten Räume auch zu einem erheblichen Mehrwert für die verbleibenden Organisationseinheiten. „Mir war es sehr wichtig, um unsere Willkommenskultur zu unterstreichen, dem Amt für Migration und Flüchtlingen optimale Bedingungen zu bieten“, ergänzt der Landrat. Vor allem mit dem Empfangsbereich im Gebäude D an der Steinbeisstraße gelänge dies ganz hervorragend.

Laut Landrat Bernhard handelt es sich um einen „vorübergehenden“ Auszug. „Mittelfristig“ gesehen möchte man die Tochter wieder zurück zum Mutterhaus, dem Landratsamt, holen. Die Möglichkeit dazu würde sich in einer „großen Lösung“ bieten, sagte der Landrat und er brachte das „Kopp-Gelände“ ins Spiel. Das Gelände, unmittelbar neben dem Landratsamt gelegen, befindet sich im Besitz der Kreisverwaltung, wie Pressesprecher Dusan Minic gegenüber der SZ/BZ mitteilte. Hier könnte die seit längerer Zeit angedachte Erweiterung des Landratsamtes verwirklicht werden.

Aus dem Landratsamt auf die Hulb: In die Räume der ehemaligen Böblinger Modefirma „Passport“ zieht der Abfallwirtschaftbetrieb des Landkreises ab 1. Oktober. Bild: Gehringer