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Karlheinz Reichert · 07.06.2020

Mit Walnuss-Schalen gegen den Rost

Kreis Böblingen/Kreis Calw: Die Brücken sind bei der Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn ein besonderes Projekt

  • Von Althengstett in Richtung Ostelsheim wurde das Gleis abgebaut.

  • Der Ostelsheimer Bahnhof: drei Wände aus Waschbeton und ein Dach.

Nachdem alle bürokratischen Prellböcke beseitigt und die Weichen gestellt sind, sorgt vor allem der Landkreis Calw beim Ausbau der Schienenverbindung zwischen Calw und Renningen für die Hermann-Hesse-Bahn mächtig für Dampf. Gearbeitet wird an mehreren Stellen gleichzeitig. Auch im Kreis Böblingen ist der Anfang gemacht. In den letzten Tagen wurde bei Weil der Stadt eines der beiden Betonfundamente für die neue Brücke über die B 295 ausgegossen.

Die Fäden für die Reaktivierung der Linie, die von 1872 bis zum 27. Mai 1983 den Schlussabschnitt der Württembergischen Schwarzwaldbahn von Stuttgart-Zuffenhausen über Leonberg und Weil der Stadt nach Calw bildete, laufen bei Michael Stierle zusammen. Er ist in Personalunion einerseits im Landratsamt Calw Abteilungsleiter für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und die S-Bahn (die es im Kreis Calw noch nicht gibt) und andererseits Geschäftsführer des Zweckverbands Hermann-Hesse-Bahn.


Ein besonderes Projekt sind für Michael Stierle die Brücken. Drei müssen komplett neu gebaut werden. Bei Weil der Stadt und bei Calw-Heumaden wurden vor Jahren für den Ausbau der B 295 die Bahndämme abgetragen. Sie müssen nun durch Brücken über die Straße ersetzt werden. Bezahlen müssen die Brücken die beiden Städte. Bei der Heumadener Brücke fehlt nur noch der stählerne Überbau. Dieser wird nebenan zusammengesetzt und voraussichtlich im Oktober am Stück eingeschoben. Für die Brücke über die Weil der Städter Südumfahrung wurde in der vergangenen Woche das Fundament auf der von der Stadt abgewandten Seite betoniert.


Den dritten Neubau wird es in Ostelsheim geben. Die Gemeinde wollte die Brücke in der Bahnhofstraße (Straße in Richtung Weil der Stadt) wegen des dahinter liegenden Neubaugebiets ohnehin aufweiten und beteiligt sich deshalb an den Kosten. Wobei die Verteilung noch nicht in Euro festgelegt sei, so Stierle, da auch die Unterhaltung der Brücke eingerechnet werde. 
In Althengstett werden derzeit die kleine Brücke über den Tälesbach und die wichtigste Brücke im Ort, über die Eugen-Zeyher-Straße, saniert. Diese beiden Brücken sind aus Schwarzwälder Buntsandstein gebaut.


Die rund 150 Jahre alten Stahlbrücken seien noch in ordentlichem Zustand ...


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