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14.11.2017

Mit Nachrichten umgehen lernen

SZ/BZ-Projekt: Seit 30 Jahren bietet die SZ/BZ immer nach den Herbstferien „Zeitung in der Schule“ (ZiS) an. Hier lernen Jugendliche am Beispiel der SZ/BZ eine lokale Tageszeitung kennen. Das ist in heutiger Zeit umso wichtiger, je mehr dieses Medium an Attraktivität gerade bei jungen Leuten zu verlieren scheint.

Doch wer, wenn nicht die Lokalzeitungen, greift die Geschehnisse vor Ort auf? Im weltweiten Netz oder in sozialen Netzwerken lässt sich nur sehr mühsam finden, wer für den örtlichen Fußballklub das Siegtor geschossen hat, wie Fachleute die Theateraufführung in der Schulaula bewerten und welche Bar aufgemacht oder geschlossen hat.

Gleichzeitig geht es um Medienkompetenz. Es ist wichtig, sich auch mit anderen Meinungen auseinandersetzen zu können auf Basis von Tatsachen. Fachleute sprechen gerne von einer Blase, mit der sich immer mehr Menschen umgeben, wenn es um Nachrichten und Meinungen geht. Soll heißen: Gelesen wird nur, was dem eigenen Weltbild entspricht, alles andere ausgeblendet. Gleichzeitig wird es zunehmend schwieriger, den Wahrheitsgehalt einschätzen zu können.

Hier setzt ZiS an. Vor Ort in der lokalen Umgebung können junge Menschen lernen, wie Medien zu nutzen sind, welche Aufgaben sie haben und welche Grenzen. Wer weiß, wie eine lokale Tageszeitung entsteht, wer sie macht, wie sie Themen auswählt, wie sie sich finanziert, der kann mit diesen Einblicken die Artikel und ihre Inhalte einordnen. Wenn das in den Wochen des Projektes gelingt, ist viel gewonnen.

hans-joerg.zuern@szbz.de

Von Chefredakteur Hans-Jörg Zürn