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Von unserem Mitarbeiter Ronald Lars · 12.05.2016

Mit Enkeltrick Tausende erbeutet

Renningen: Trickbetrüger unterwegs / Senioren im Visier

Vermutlich gleich zwei Mal schlugen ein und die selben Täter am Dienstag mit dem sogenannten Enkeltrick zu. Während die Betrüger bei einem Ehepaar in Leonberg-Höfingen nicht zum Zuge kamen, brachten sie eine 83-Jährige aus Renningen um mehrere tausend Euro.

In einem Telefonat gegen 13.15 Uhr gab sich eine unbekannte Frau als angebliche Nichte der Seniorin aus. Auf diese Weise das Vertrauen der älteren Dame erschlichen, fragte die Fremde nach Bargeld, das sie für einen scheinbaren Wohnungskauf benötige. Sie befinde sich im Moment beim Notar. Nach Absprache schickte die Betrügerin kurz darauf zur Übergabe des Geldes eine Komplizin bei der 83-Jährigen zu Hause vorbei. Anschließend wies sie ihr Opfer an, weiteres Bargeld bei ihrem Geldinstitut abzuheben. Nachdem dies erfolgt war, holte die Komplizin am Nachmittag erneut eine fünfstellige Bargeldsumme bei der Seniorin ab.

Sie wurde als 1,60 bis 1,65 Meter große, junge Frau beschrieben. Die Abholerin hat eine normale Figur und dunkelbraunes Haar, das sie zu einem Zopf gebunden trug. Sie sprach hochdeutsch und hat eine helle Stimme.

Mit der gleichen Masche kamen die Täter glücklicherweise in Leonberg nicht zum Zug. Dort gab sich ebenfalls eine unbekannte Frau in einem Telefonat gegen 11.30 Uhr als Nichte eines Ehepaars aus. Sie fragte den 68 Jahre alten Mann nach einem Geldbetrag in fünfstelliger Höhe, da sie angeblich wegen eines Buchungsfehlers mit der Ratenzahlung für ihre Wohnung in Verzug geraten sei. Bis zum Nachmittag müsse sie das Geld bei der Bank einzahlen. Der Senior hob daraufhin die Summe ab. Bei seiner Rückkehr nach Hause kamen bei dem Ehepaar glücklicherweise Zweifel an der Story auf und sie verständigten die Polizei. Die Ermittlungen dauern an. Hinweise werden an die Kriminalpolizei Böblingen, Telefon 07031/13-00, erbeten.

Der Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs. Die Polizei rät deshalb: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Lassen Sie sich den vollständigen Namen, die Adresse und eine Telefonnummer geben, unter der Sie zurückrufen können. Echte Verwandte oder Bekannte werden dafür Verständnis aufbringen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. Informieren Sie sofort die Polizei, auch über Notruf 110, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.