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04.01.2022

Merklingen: Verdächtiger nach Brandstiftung in Haft

Weil der Stadt. Wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung ermittelt die Kriminalpolizeidirektion Böblingen gegen einen 41-jährigen syrischen Staatsangehörigen, der am Montagabend gegen 18.35 Uhr mutmaßlich unter dem Eindruck einer psychischen Erkrankung im Ortszentrum vom Weil der Städter Teilort Merklingen an drei Stellen Gegenstände in Brand gesetzt haben soll (Bild: SDMG / Dettenmeyer).

 

Darunter befand sich ein Kinderwagen im Fahrradabstellraum einer Flüchtlingsunterkunft in der Luisenstraße, der jedoch gelöscht wurde, bevor die Flammen sich ausbreiten konnten. Das von 34 Personen bewohnte Gebäude wurde im Rahmen der Löscharbeiten kurzzeitig von der Feuerwehr evakuiert, war jedoch im Anschluss wieder uneingeschränkt bewohnbar. Personen kamen nicht zu Schaden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 5000 Euro.

 

 

Kurz darauf soll der Tatverdächtige an drei Zugangstüren der gegenüberliegenden Kirche laminierte Hinweisschilder und letztlich die Abdeckfolie einer Sitzbank in der Nähe der Kirche angezündet haben. Nachdem mehrere Anrufer die Brände über Notruf gemeldet hatten, wurde der bereits einschlägig in Erscheinung getretene 41-Jährige von einer Polizeistreife noch in unmittelbarer Nähe aufgefunden und nach kurzer Verfolgung festgenommen.

 

 

Der Tatverdächtige wurde am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt, der den gegen ihn beantragten Haftbefehl wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung in Vollzug setzte und ihn in eine Justizvollzugsanstalt einwies. Im Zusammenhang mit den Bränden waren 13 Streifenbesatzungen der Polizei, 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 15 Mitarbeitende des Rettungsdienstes im Einsatz. Einen politischen Hintergrund der Tat schließen die Ermittler derzeit aus.

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