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Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter · 03.06.2013

Marktbummel mit Regenschirm

Weil der Stadt: 28. Kunsthandwerkermarkt auf dem Viehmarkt / Am Sonntag kamen mehr Besucher

„Es kann nur besser werden“, war die Meinung der Händler beim verregneten Kunsthandwerkermarkt in Weil der Stadt am Samstag. Beim 28. Markt auf dem Viehmarkt hielt das kalte regnerische Wetter viele vom Besuch der fast siebzig Stände ab. Am Sonntag, dem zweiten Markttag, war es wenigstens regenfrei.

Ulrich Büker fuhr Hunderte Kilometer aus Paderborn, um beim Markt in Weil der Stadt dabei zu sein, das erste Mal. „Alle haben von dem Markt geschwärmt“, erzählt er. An seinem Stand lief wenigstens noch einiges, aber oft auch nur die Kreisel, die er in Bewegung setzte. Er baut aus Holz und Plastik alle Kreisel selbst und fährt mit diesen dann auf Märkte. Der neueste Hit: kleinste Kreisel, die auf dem Finger tanzen.

Ein paar Stände weiter produziert Annette Reinke aus Alpirsbach Bürsten und Besen. „Ich arbeite seit zwanzig Jahren in dem Beruf der Bürstenmacherin“, erzählt sie stolz. Ein Feger aus Pferdeschweifhaar entfernt lästige Spinnennetze, und der Handfeger aus China-Haar macht die Arbeit zum Vergnügen.

„Bringt mir das Silberbesteck der Oma. Ich mache Schmuck daraus“, ruft Bernd Panknin aus seinem Schmuckstand. Die Gabel wird bei ihm zur kunstvollen Kette.

War es (Wetter-)Vorahnung? Wolfgang Ax, der Kunstschmied mit dem kürzesten Namen, aus Weitersborn bei Kaiserslautern, hatte in diesem Jahr seine Schmiedeausrüstung gar nicht dabei, sondern nur seine Kunstwerke aus feurigem Eisen. „Ich wollte schon immer am glühenden Feuer der Esse stehen“, erzählt er. 35 Jahre ist er im Beruf, entwickelte sich vom Schmied zum Kunstschmied.

Robin Weidner aus Rutesheim ist der Künstler mit der Motorsäge. Er hat an dem verregneten Samstag Glück. Das Ehepaar Bettina und Mark Britton aus Weilimdorf interessiert sich für ein großes Herz aus Apfelbaumholz, das der Künstler einen Tag vor dem Markt fertiggestellt hat.

Auch Johanna Schierjott arbeitet mit Holz. Sie ist in einer Zimmerei in Stockach aufgewachsen und da lagen immer Holzreste herum. Mit Säge und Schleifpapier entstehen bei „Hannis Hölzle“ die schönsten Figuren und Kreuze vor allem aus Obstbaumhölzern. „Das Zwetschgenholz ist am schönsten“, schwärmt sie.

Am besten lief bei dem kalten Wetter noch „Michas mobiles Café“. Am Sonntagnachmittag hatten auch die Geschäfte in Weil der Stadt geöffnet und boten mit Sonderaktionen ihre Waren an.

Bei regnerischem kaltem Wetter blieb der Besucheransturm beim Kunsthandwerkermarkt in Weil der Stadt aus. Bild: Richter