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Von Jürgen Wegner · 16.03.2019

Macher packen an

Standpunkt: Techno im Bad

Wet-Festival: Weil die Techno-Party zu groß für das Gärtringer Freibad geworden ist, hat der Veranstalter in Sindelfingen angeklopft. Das Ergebnis: Es gibt ein Gutachten, und das wird seit den Weihnachtsferien geprüft.

Sindelfingens Sport- und Bäderamtsleiter hat im Prinzip schon recht, wenn er sagt Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit. So eine Party muss gut vorbereitet sein, damit die Gäste zufrieden sind. Der Einlass muss funktionieren, die Kontrollen auch, und es wäre prima, wenn die Leute gut hin- und wieder wegkommen. Die Musik muss passen, der Getränke-Nachschub passen, die Ausgabe muss funktionieren, es braucht Sanitäter. Aber ist es nicht so, als müsste man ein Rad neu erfinden. Es geht darum, Musik ins Freibad zu holen – so, wie das in Gärtringen ohne große Zwischentöne funktionierte und so, wie es einst auch in Sindelfingen Tradition war.

Die Frage ist, ob man das auch will. So wie bei jeder anderen Party in einem Mehrfamilienhaus auch, wo man sich entscheidet, wie die Geburtstagsfeier läuft oder ob sie ausfällt. Dann lädt man entweder zum geselligen Spielabend und achtet genau auf den Geräuschpegel – oder man hängt den Zettel vorher raus, bevor es ein bisschen mehr wird, bittet um Verständnis und muss dann eben damit leben, wenn der eine oder andere Nachbar verstimmt ist. Denn selbstverständlich wird es bei einer Techno-Party laut, dafür braucht es kein Lärmgutachten.

Wenn die Stadt eine Musik-Party im Freibad anbieten möchte, dann muss sie das wie ein Macher auch anpacken. Termin festlegen, Rahmen setzen, organisieren oder organisieren lassen. Oder eben nicht. Aber entscheiden sollte man sich.

juegen.wegner@szbz.de