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Karlheinz Reichert · 22.04.2019

Lokalmatadore auf Platz 2 und 3

Radsport: Lisa Brandau und Mario Vogt verpassen beim 45. Radrennen "Rund um Schönaich" ganz knapp die Heimsiege

Wie ein Lindwurm schlängelt sich das Fahrerfeld durch Schönaich. Bei der Männer-Elite standen über 200 Fahrer am Start. Bild: Reichert

„Wir haben die Lokalmatadorin ein bisschen ausgespielt“, verriet Jutta Stienen ganz oben auf dem Siegerpodest. Eine Stufe drunter machte Lisa Brandau gute Miene zum üblichen Spiel, wenn sie alleine gegen eine große Mannschaft antreten muss. Die Schönaicherin war diesmal Zweite geworden.

Im letzten Jahr hatte sie die Schweizerinnen überrascht und gewonnen. „Wir hatten auch diesmal großen Respekt vor ihr“, gestand Marcia Eicher. Sie war im letzten Jahr Zweite, kam diesmal als Vierte ins Ziel und wurde als Dritte geehrt.
Die Schweizerinnen war von Anfang an darauf aus, Lisa Brandau zu zermürben: „Die sind mal links und mal rechts Attacke gefahren, so schnell konnte ich fast nicht gucken.“ Und anfangs auch fast nicht treten.

Am Ende hieß der Sieger des 45. Radrennens „Rund um Schönaich“ am gestrigen Ostermontag im Rennen der Männer-Elite Jannik Steimle. Genau wie im Vorjahr. Doch war diesmal alles ganz anders. Der Zweitplatzierte Marcel Fischer drückte seine Gefühle bei Halbzeit, nach 72 von 144 Kilometern so aus: „Mein Gott, was haben wir bloß vor.“

Jannik Steimle, der Fast-Lokalmatador aus Weilheim unter Teck, und Lokalmatador Mario Vogt griffen früh an. Obwohl Vogt am Start schon müde war: „Ich habe zwei Nächte so gut wie nicht geschlafen.“ Jetlag. Der Schönaicher, der für das malayische Team Sapura in die Pedale tritt, kam direkt aus Asien. Dort gewann er ein dreitägiges Etappenrennen.

In Schönaich war Vogt nun lange in einem Führungsquartett unterwegs. Am Ende wurde er hinter Steimle und Fischer Dritter.

Der ausführliche Bericht steht in der Monatag-Ausgabe der SZ/BZ.