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Von Peter Maier · 15.07.2021

Kreis Böblingen: Weniger Corona-Teststellen

Neuordnung der Schnellteststellen-Landschaft im Landkreis Böblingen / Arztpraxen, Apotheken und Rettungsdienste dürfen weiterhin testen

Bild: Beton Studio / Adobe Stock

Kreis Böblingen. Die stark zurückgegangenen Inzidenzzahlen, damit verbundene Lockerungen und die Tatsache, dass zwischenzeitlich viele Menschen geimpft sind, führen dazu, dass die Nachfrage bei den Schnellteststellen im Kreis Böblingen stark rückläufig ist. Bisher waren die Teststellen über eine Allgemeinverfügung des Landes bis zum 30. Juni 2021 genehmigt, die Inbetriebnahme musste dem Gesundheitsamt lediglich angezeigt werden. Nun hat der Bund der veränderten Situation mit einer neuen Coronavirus-Testverordnung Rechnung getragen. Alle bis 30. Juni ausgesprochenen Genehmigungen für Teststellen sind ab Montag, 20. Juli, nicht mehr gültig.


Die neue Regelung sieht vor, dass Teststellen von privaten Dienstleistern durch das Gesundheitsamt genehmigt werden muss. Arztpraxen, Apotheken, medizinische Labore, Rettungs- und Hilfsorganisationen und die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren sind kraft Verordnung berechtigt und benötigen keine weitere Zulassung.


„Die Teststellen waren ein wirksames und gutes Mittel im Kampf gegen die Pandemie, aber sie waren immer nur als Brücke gedacht, bis ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, um den Menschen ein Impfangebot machen zu können“, betont Landrat Bernhard. „Jetzt ist der Impfstoff da und jeder, der noch keine Impfung hat, hat die Möglichkeit, sich und auch seine Mitmenschen durch den kleinen Piks zu schützen.“ Entsprechend sei die Reduzierung des Angebots diesbezüglich vertretbar, denn das Testen sei auch sehr teuer.


Auch sei es nachvollziehbar, dass seitens der Landes- und Bundespolitik mehr und mehr Überlegungen geäußert werden, hier die Vorgaben zu ändern, beispielsweise die Tests kostenpflichtig zu machen. Der Hinweis mancher Betreiber, dass sie ihres lukrativen Geschäfts beraubt werden, laufe im Übrigen ins Leere. Teststellen seien nie dazu gedacht gewesen, dauerhaft ein Gewerbemodell zu werden.


„In Spitzenzeiten hatten wir landkreisweit über 160 Schnellteststellen“, so Dr. Anna Leher, Leiterin des Böblinger Gesundheitsamts. „Jetzt fokussieren wir den Betrieb wieder, neben den beschriebenen kraft Verordnung berechtigten Stellen, auf das ursprüngliche Böblinger Modell, nämlich die großen Schnelltestzentren in Böblingen, Herrenberg, Holzgerlingen und Sindelfingen.“


Darüber hinaus habe man sich seitens der Landkreisverwaltung über eine Abfrage in allen Kommunen rückversichert, dass noch immer flächendeckend ein akzeptables Angebot besteht. Überall dort wo, neben Praxen, Apotheken und den genannten anderen medizinischen Diensten, nur an drei Tagen ein Testangebot besteht, konnten die betroffenen Städte und Gemeinden ihren Bedarf rückmelden. Das wurde und wird ebenso berücksichtigt wie beispielsweise wenn aufgrund besonderer Umstände eine bestimmte Teststelle aufrechterhalten werden soll. Und natürlich könne man schnell reaktivieren für den Fall, dass der Bedarf wieder steigen sollte. „Das Interesse seitens privater Dienstleister ist nach wie vor groß. Wir führen eine Warteliste, so dass wir jederzeit wieder Teststellen genehmigen könnten“, so Dr. Leher.


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