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28.02.2019

Kreis Böblingen: Festnahmen wegen schweren Bandendiebstahls

Rund 30 Fälle schweren Bandendiebstahls mit einem Schaden von über 160 000 Euro legen Kriminalpolizeidirektion Böblingen und Staatsanwaltschaft Stuttgarmehreren Mitgliedern einer
Großfamilie aus dem Kreis Böblingen und dem Rhein-Neckar-Kreis zur Last. Vier Tatverdächtige im Alter zwischen 21 und 37 Jahren sitzen mittlerweile in
Untersuchungshaft.

Im August 2018 hatte sich eine Serie von Trickdiebstählen aus Wohnungen in Stuttgart und den angrenzenden Landkreisen abgezeichnet, bei der die zunächst unbekannten Täter mit immer
derselben Masche ausnahmslos ältere und mitunter gebrechliche Menschen um Bargeld und Wertgegenstände brachten: Sie klingelten an den Wohnungstüren ihrer in Mehrfamilienhäusern lebenden Opfer und gaben sich als Kaufinteressenten einer der Wohnungen aus. Damit verbanden sie die Bitte, die Wohnung der Opfer als Vergleichsobjekt ansehen und ausmessen zu dürfen. Während einer der Täter die Wohnungsinhaber ablenkte, machten sich Komplizen in den Räumen unbemerkt auf die Suche nach Diebesgut.

Im Zuge des daraufhin eingeleiteten Ermittlungsverfahrens und durch umfangreiche, mitunter verdeckte Maßnahmen gelang es der Kriminalpolizei in der Folge mit Unterstützung des Polizeipräsidiums
Mannheim, des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und des Polizeipräsidiums Einsatz die Mitglieder der Diebesbande zu identifizieren. Vier von ihnen, drei Männer im Alter 21, 32 und 34 Jahren sowie eine 37-jährige Frau wurden am 20. Februar festgenommen und am Folgetag dem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt, der die Haftbefehle in Vollzug setzte. Eine 60-jährige
Tatverdächtige wurde nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.