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Von unserer Mitarbeiterin Claudia Barner · 19.02.2009

Konzept fällt zum dritten Mal durch

Weil im Schönbuch: Umgestaltung des Neuweiler Lindenplatz ist Gemeinderäten zu teuer

Die geplante Umgestaltung des Neuweiler Lindenplatzes fand auch im dritten Anlauf im Weil im Schönbucher Gemeinderat keine Mehrheit. Vielen Räten waren die Kosten von rund 15 000 Euro zu hoch.

 

Eine marode Betonmauer, abgesunkene Rabattsteine, wild wucherndes Gebüsch - in seiner derzeitigen Form ist das Gelände rund um die Linde an der Neuweiler Ortsdurchfahrt wahrlich kein Schmuckstück. Für den Weilemer Bürgermeister Wolfgang Lahl steht deshalb fest: "Eine Umgestaltung ist aus meiner Sicht unabdingbar und notwendig."

 

Im Gemeinderat präsentierte er die Pläne der Verwaltung: Eine neue Stützwand aus Natursteinmauerwerk, ein Treppenaufgang in der Haydnstraße sowie eine Schotterfläche samt Rundbank unter der Linde sollen das Areal gegenüber des Neuweiler Ladens aufwerten und damit einen Platz der Kommunikation schaffen.

 

An der lauten Hauptstraße

 

Auf gemütliche Treffen im Schatten der Linde müssen die Neuweiler Bürger jedoch weiter warten. Obwohl das Ortsbauamt die Pläne bereits zum dritten Mal überarbeitet und die Anregungen der Weilemer Räte eingearbeitet hatte, fand der Beschlussvorschlag auch diesmal im Gremium keine Mehrheit. UBW-Gemeinderätin Christine Himmelein verwies auf die Kosten von rund 15 000 Euro und monierte: "Man hat nicht das Gefühl, dass wir in einer wirtschaftlichen Rezession stecken. In solchen Zeiten kann man so etwas nicht auf die Tagesordnung bringen." SPD-Rätin Brigitte Weiler schloss sich dieser Meinung an und ergänzte: "Das Gelände an der lauten Hauptstraße ist kein guter Platz für die Kommunikation."

 

CDU-Rat Thomas Müller konnte die Argumente nicht nachvollziehen. "Das entwickelt sich langsam zur Posse und man fragt sich, ob es hier wirklich noch um die Sache geht." An anderer Stelle würde über Ausgaben von 15 000 Euro nicht stundenlang debattiert. Auch Bürgermeister Wolfgang Lahl reagierte mit Unverständnis. Gerade in Zeiten der Krise müssten sich Gemeinden antizyklisch verhalten und weiter investieren. Die Mehrheit der Räte ließ sich davon nicht überzeugen und lehnte den Beschlussvorschlag für die Umgestaltung des Lindenplatzes zum dritten Mal ab.

 

Für 15 000 Euro wollte die Weilemer Verwaltung den Lindenplatz in Neuweiler neu gestalten. Bild: Barner