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16.07.2015

Kommentar: Sindelfingen hat keine Zeit

Post-Areal: Das Gelände an der Gartenstraße gilt als Schlüssel-Grundstück für die weitere Entwicklung der Sindelfinger Innenstadt. Mit dem Kauf des Volksbank-Hauses und der Post in der Gartenstraße hat die Stadt alle Optionen, das Gebiet zwischen Garten- und Mercedesstraße sowie der Unteren Torgasse so zu entwickeln, dass der Übergang vom Stern-Center und dem Feger-Areal hinein in die Altstadt und zum Marktplatz durch eine attraktive Bebauung gelingt.

Dass alle Gemeinderatsfraktionen und eine Gruppe von Bürgern eine öffentliche Debatte über dieses „Jahrhundertprojekt“ wollen, ist grundsätzlich positiv. Doch eines darf nicht passieren: Ein langwieriger Prozess, der versucht möglichst viele Einzelinteressen unter einen Hut zu bringen. Das ist potenziellen Investoren nicht zu vermitteln.

Wie es um den Faktor Zeit bei Bauvorhaben in Sindelfingen bestellt ist, hat SPD-Fraktionschef Andreas Schneider-Dölker in dieser Woche sauber herausgearbeitet. An der Entwicklung des Gewerbegebiets Häslach in Darmsheim (seit 2011 in Arbeit), der Sportstätten-Planung im Unterrieden und am Glaspalast (seit 2008 in Arbeit) und dem Stadtteil-Treff in der Viehweide (Grundsatzbeschluss des Gemeinderats im Mai 2010) machte Schneider-Dölker deutlich, wie „zäh“ es ist, in Sindelfingen zu Potte zu kommen.

Wenn jetzt auch das Post-Areal mit der Geschwindigkeit einer Schnecke entwickelt wird, dann erfolgt der Spatenstich an einem Tag im Jahr 2020 zusammen mit den Bauarbeiten für ein neues Stadion. Wenn überhaupt.

juergen.haar@szbz.de

Von Chefredakteur Jürgen Haar