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Von unserem Mitarbeiter 
Karlheinz Reichert · 02.07.2020

Körner Druck: Seit zweieinhalb Monaten kein Gehalt

Maichingen: Beim Katalog- und Prospekthersteller stehen die Druckmaschinen still / Einigen der 140 Mitarbeiter steht das Wasser inzwischen bis zum Hals

Bei Körner Druck in Maichingen stehen die Druckmaschinen still. Bild: Reichert

Die 140 Mitarbeiter der Körner Druck GmbH in Maichingen haben seit zweieinhalb Monaten kein Geld mehr bekommen. Zuletzt bezahlte das Unternehmen, das zum finnischen Konzern Printers Group gehört, Löhne und Gehälter Mitte April – aber auch da nur etwa zur Hälfte.

„Weil Ebbe auf den Konten ist, steht einigen Kollegen das Wasser inzwischen bis zum Hals“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Victor Pataco. Doch jetzt ist Land in Sicht. Pataco riet seinen Kollegen, bei der Agentur für Arbeit eine sogenannte Gleichwohlgewährung zu beantragen. Wenn der Arbeitgeber nicht zahlt, kann die Agentur mit einem Lohnersatz in Höhe des Arbeitslosengeldes einspringen. Allerdings fürchtete Victor Pataco, die Anträge könnten ins Leere laufen, denn nach den Rückmeldungen einiger Kollegen und seinen eigenen Erfahrungen hatte er das Gefühl, der eingeschlagene Weg sei eine Sackgasse.


Dem ist nicht so. Auf eine Anfrage der SZ/BZ bei der Agentur für Arbeit Stuttgart, die auch für den Kreis Böblingen zuständig ist, teilte Pressesprecherin Uta Heinemann schriftlich mit: „Unserem Bereichsleiter für den operativen Service liegt der Fall bereits vor. Die Mitarbeiter haben Anspruch auf Gleichwohlgewährung.“ Sie müssten sich zuvor lediglich arbeitslos melden, obwohl sie in dem Druckbetrieb einen Arbeitsplatz haben.


Im Dezember 2018 kaufte die niederländische Circle Media Group (CMG) mit Hauptsitz in Amsterdam das Filetstück, die damalige Körner Druck GmbH & Co. Auch die Holländer – mit Betrieben in vielen europäischen Ländern und in den USA – hatten an ihrer deutschen Erwerbung keine Freude und reichten Körner Druck sowie die sieben Jahre zuvor erworbene Druckerei J. Fink in Ostfildern bereits im Mai 2019 an den finnischen Investor Printers Group weiter. Geschäftsführer bei Körner wie bei Fink wurde der aus Estland stammende Unternehmensberater Erki Katkosild. Dessen Handicap: Er spricht kein Deutsch ...


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