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Von unserem Redakteur 
Hansjörg Jung · 25.06.2019

Kein Blick mehr vom Wasserturm

Böblingen: Die Aussichtsplattform ist für den Besucherverkehr gesperrt / Die Stadtwerke berufen sich auf rechtliche Vorschriften, Gründe der Sicherheit und Haftung

  • 21.05.2016 BB Innenstadt vom See Richtung Ost mit KKH, und amerikanische Kaserne

  • 4.5.2008 BB Wasserturm zü.

  • Für den Bewsucherverkehr gesperrt: der Wasserturm auf der Waldburg. Bild: Jung/A

Viele Jahrzehnte war der Wasserturm auf der Böblinger nicht nur der höchste, sondern auch der beliebteste Aussichtspunkt der Stadt. Das war einmal. Die Stadtwerke, in deren Obhut der Turm steht, ist aus Sicherheitsgründen für den Besucherverkehr gesperrt.

151 Stufen wollten erklommen sein, um einen der schönsten Böblinger Aussichtspunkte zu erreichen: die Plattform auf dem Böblinger Wasserturm auf der Waldburg. In den Blättern des Schwäbischen Albvereins stand 1928 zur Einweihung des Turms: „Bequeme Wendeltreppen führen 28 Meter hoch auf die Plattform, die für hohe Besucherzahlen Raum bietet.“ Der Festgemeinde bot sich damals die Gelegenheit, „die Ausschau bei recht günstiger Beleuchtung mit Muße“ zu betrachten: den Schönbuch, das Obere Gäu bis hinüber zum Nordschwarzwald und nicht zuletzt die Kette der Schwäbischen Alb vom Hohenstaufen bis zum Plettenberg. Und gerne wollte der Blick des Albvereins-Chronisten weiterschweifen, als er schrieb: „Es ist durchaus glaubwürdig, dass bei föhnigem Wetter der Säntis sichtbar wird.“

 

 

 

 

Nicht fürs Publikum

 

 

Doch mittlerweile ist der Panoramablick passé – sie Böblinger Stadtwerke haben Turm und Aussichtsplattform für die Öffentlichkeit gesperrt. Ihnen ist ist der unkontrollierte Publikumsverkehr aus mehreren Gründen zu heikel. Einerseits aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht und der drohenden Haftung, falls auf der ungesicherten Plattform - es gibt keine Absperrgitter – oder im Treppenhaus etwas passieren sollte. Mindestens genauso schwerwiegend ist die Gefahrenabwehr für die Trinkwasserversorgung. „Der Turm ist nach wie vor im Betrieb und es besteht eine abstrakte Gefahr, dass das Trinkwasser verunreinigt werden könnte“, sagt Robert Patak, Abteilungsleiter für Technik, Gebäude und Liegenschaften bei den Stadtwerken. Mit anderen Worten: Ein Anlage der Wasserversorgung muss vor möglichen Anschlägen gesichert sein.

 

 

Mehr über die Hintergründe der Sperrung und zur Geschichte des Turms steht in der Mittwochsausgabe der SZ/BZ und unter www.szbz.de..