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14.02.2018

Kamelhaar-Mantelund ein Solo-Mofa

Sindelfingen

Die Ausstellung „Arthur, rück die Schlüssel raus“ über das „Jungsein in Sindelfingen in den 1970ern“ im Stadtmuseum Sindelfingen stößt auf großes Interesse. Dies ist bei der zweiten öffentlichen Führung deutlich geworden, bei der sich über 30 Interessierte die Exponate von Museumsleiterin Illja Widmann haben erläutern lassen.

Die Ausstellung, die seit dem 18. November und noch bis zum 15. April läuft, erfahre „sehr gute Resonanz“, so Illja Widmann. Doch nicht nur als Besucher bringen sich die Sindelfinger ein: Seit Ausstellungseröffnung ist die Zahl der gezeigten Exponate gewachsen. „Meine Idee bei der Konzeption war es, dass sich die Besucher während der gesamten Laufzeit der Ausstellung mit eigenen Themen und Ideen einbringen können“, so Illja Widmann.

Und diese Gelegenheit nehmen zahlreiche Besucher wahr. So konnte Illja Widmann unter anderem weitere Bandfotos sichten. Bronko Arvek, in den Siebzigern Sindelfinger und heute Musikschullehrer in Stuttgart, überließ Widmann zum Beispiel ein Foto und das Plakat von einem Auftritt der Band „Quintett plus one“ im Schubart-Saal im Jahr 1977. „Insgesamt gab es in den Siebzigern in Sindelfingen und Böblingen über 20 Bands“, sagt Illja Widmann. „Ich bin gerade dabei, mir einen systematischen Überblick zu verschaffen.“

Martinus Merz stiftete ein Foto, auf dem er im Jahr 1975 in einem Kamelhaar-Mantel zu sehen ist. „Das war damals der letzte Schrei“, sagt Illja Widmann. „Ich hatte auch so einen.“ Die Vereinszeitung des VfL Sindelfingen aus dem Jahr 1991 erzählt vom Beginn des Frauenfußballs in Sindelfingen in den Siebzigern. Manfred Zöller und Andreas Emmerich organisierten ein Solo-Mofa aus dem Jahr 1972, fabrikneu. – mas –