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31.12.2014

Jugend in der Verantwortung

Neben der Jugend sind die Frauen bei der Kommunalwahl in Sindelfingen die großen Gewinner. Sieben der elf neuen Mitglieder des Gemeinderats sind weiblich: Die Studentin Johanna Forster für die CDU, Heidrun Struckmann-Walz aus Maichingen und Dr. Dorothee Kadauke für die Freien Wähler, Margarete Mohr für die Linke sowie Dr. Maria Pfeffer und die Schülerin Mira Weiß bei den Grünen. Die ehemalige Böblinger SPD-Stadträtin Ulrike Mozden schaffte nach ihrem Umzug auf Anhieb den Sprung ins Sindelfinger Stadtparlament.

Neu im Gemeinderat sind außerdem Johannes Schlanderer, Frank Bechtle und Markus Hess bei der CDU sowie der Student Tobias Bacherle für die Grünen. Nicht mehr gewählt wurden Horst Thome und Dr. Elmar Schwarzer bei der CDU, Sabine Beyer bei den Freien Wählern, Sabine Duffner und Felix Rapp bei der SPD sowie der bisherige FDP-Stadtrat Dr. Norbert Höhn.

Um die Krone des Stimmenkönigs lieferten sich Ingrid Balzer (Freie Wähler), die 2009 siegte, und CDU-Fraktionschef Walter Arnold ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hatte der Maichinger mit 170 Stimmen Vorsprung die Nase vorne. Auch sonst konnte Arnold mit dem Ergebnis zufrieden sein: Die Sindelfinger Christdemokraten verbesserten sich auf 33,41 Prozent und bleiben mit 14 Mandaten klar stärkste Fraktion.

Die Freien Wähler bleiben die zweite Kraft im Gemeinderat: Trotz leichter Verluste behalten die FWS ihre neun Sitze. Nach den Zwischenergebnissen sah die SPD wie der Wahlgewinner aus, doch am Ende verloren die Sozialdemokraten sogar ein Mandat. Noch härter traf es die Liberalen. Die FDP halbierte fast ihr Ergebnis aus 2009, büßte zwei Mandate ein und verlor damit den Fraktionsstatus.

Gewinner waren die Grünen und die Linke. Beide Parteien gewannen ein Mandat hinzu. Die Grünen haben jetzt sieben Stadträte, die Linke zwei. Der Bundestagsabgeordnete Richard Pitterle ist damit nicht mehr Einzelkämpfer für die Linke.

Stimmenkönig Florian Wahl

Geht es nach der CDU, dann sind die Verhältnisse im Böblinger Gemeinderat nach der Kommunalwahl 2014 wieder zurecht gerückt. Die Christdemokraten sind mit elf Sitzen wieder stärkste Fraktion. Für die Freien Wähler hat sich der Zuwachs aus den FDP-Reihen in der letzten Legislaturperiode nicht ausgezahlt – sie mussten Federn lassen. Das bürgerliche Lager hat der CDU (32,3 Prozent) den Vorzug gegeben. Die Freien Wählern (23,4 Prozent) liegen knapp vor der SPD (21,4 Prozent).

Dafür stellen die Sozialdemokraten nach langem mal wieder den Stimmenkönig bei der Gemeinderatswahl. 9496 Stimmen gab es für den SPD-Landtagsabgeordneten. „Woran das liegt, ist schwer zu sagen. Vielleicht daran, dass ich vor Ort präsent bin und die Gemeinderatsarbeit sehr gerne mache“, sagte Florian Wahl, der im neuen Gemeinderat als Nachfolger von Herbert Protze den Vorsitz der SPD-Fraktion übernommen hat. Neu in den Reihen der SPD: Martin Decker, der ehemalige Pfarrer der Stadtkirche, Gottfried Ringwald, und die gebürtige Brasilianerin Vanda Zeschick.

Von null auf den zweiten Platz – bei den Freien Wählern holte der Bauunternehmer Ralf Sklarski bei seiner ersten Kandidatur nach dem Fraktionsvorsitzenden Daniel Wengenroth mit 5466 Stimmen den zweiten Platz. Auch neu bei den Freien Wählern: die Studentin Janina Dinkelacker und Gudrun Seidenspinner.

Nach dem Abgang von drei Fraktionskollegen zu den Freien Wählern saß Helmut Kurtz als Einzelkämpfer für die FDP im Gemeinderat. Jetzt wird er von Chefarzt Dr. Manfred Teufel unterstützt. Neu in der Fraktion der Grünen sind Dr. Stefan Belz und Heidrun Behm. Die bisherige Gemeinderätin Claudia Maresch schaffte den Wiedereinzug nicht.

Großer Erfolg dagegen für Daniela Braun. Sie wurde bei der CDU mit 8217 Stimmen Stimmenkönigin. Gefolgt von Dr. Willi-Reinhardt Braumann und dem früheren Fraktionsvorsitzenden Peter Grotz. Neu gewählt wurden Marc Biadacz, Stefan Kubach, Rainer Löffler und Irmgard Spruth-Müller.

Jürgen Haar

Wahlmarathon: Neben Europa- und Regionalparlament wurden auch Kreis-, Gemeinde- und Ortschaftsräte gewählt. Bild: Stampe/A