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18.04.2019

Jeder kann etwas tun

Von Hansjörg Jung

Blüh-Patenschaft.: Vom Nahrungsmittel-Produzenten zum Landschaftspfleger – schon seit vielen Jahren weist die Politik den Landwirten diesen Weg und unterstützt sie dabei auch immer wieder mit verschiedenen Programmen. Dabei wäre es zunächst die ureigenste Aufgabe der Bauern, Lebensmittel herzustellen. Aber wer will es ihnen verdenken, wenn sie sich angesichts von schlechten Rohstoffpreisen neue Geschäftsfelder suchen? Seit Jahrzehnten ist die Agrarpolitik auf Wachstum ausgerichtet. „Wachse oder weiche“ war die Predigt.

Nun bekommen die Bauern Prügel, weil viele von ihnen ihre Produktionsweise auf diese Vorgabe und den Preiskampf ausgerichtet haben. Oft auch zu Lasten der Umwelt. Doch es ist billig, mit dem Finger auf die Bauern zu zeigen und von der Situation zu profitieren. Ein großer Teil unserer Gesellschaft ist doch nicht bereit, Nahrungsmittel zu vernünftigen Preisen einzukaufen. Das billigste Angebot ist doch immer noch attraktiver, auch wenn das Produkt wer weiß woher kommt.

Insofern ist es nur konsequent und legitim, sich im Sinne der landwirtschaftlichen Existenzsicherung neue Geschäftsfelder zu erschließen. Doch Arten- und Klimaschutz geht nicht nur jeden etwas an, jeder kann auch etwas dafür tun. Entweder zu Hause, wenn der Kiesgarten wieder einem Beet voller Blüten weicht, oder eben auch mit einer Blüh-Patenschaft – beispielsweise.

hansjoerg.jung@szbz.de