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Von unserer Mitarbeiterin Rebekka Schütz · 04.03.2017

Ja-Worte und Torte für die Ewigkeit

Sindelfingen: Benjamin Knoblauch schießt Bilder für die SZ/BZ und ist Hochzeitsfotograf mit vollem Einsatz

Benjamin Knoblauch

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>Monatelange Planung liegt hinter dem Brautpaar. Von der Farbe der Servietten bis zur perfekten Location, alles will bis ins kleinste Detail geplant und vorbereitet sein. Umso schöner, wenn man auch noch lange nach dem Hochzeitstag durch Bilder in Erinnerungen schwelgen kann und der besondere Tag auf diese Weise festgehalten ist.

Wenn es um Fotos geht, kommt er ins Spiel: Hochzeitsfotograf Benjamin Knoblauch aus Sindelfingen. Ein Jahr vor seinem Abitur am Stiftsgymnasium in Sindelfingen nahm er eine Kamera in die Hand. „Von da an war es klar, dass ich Fotograf werden will“, sagt Benjamin Knoblauch. Während seines Studiums der visuellen Kommunikation machte er sich im Jahr 2011 selbstständig.

Neben Business-Porträts ist die Hochzeitsfotografie ein wichtiger Teil der Arbeit des SZ/BZ-Fotografen. „Das Spannende an der Hochzeitsfotografie ist, dass sich die Menschen durch meine Arbeit an ihren Hochzeitstag zurückerinnern“, sagt der Fotograf. Längst hat er auf weit über 100 Hochzeiten die Liebe fürs Leben und Momente für immer festgehalten.

Neben den klassischen Hochzeitsbildern begleitet er die Paare vom Schminken der Braut bis in die späten Abendstunden, um mit seinen Bildern eine Art Reportage des Tages zu erstellen. Damit das Brautpaar mit dem Ergebnis zufrieden ist, legt der Fotograf großen Wert auf gute Vorarbeit.

„Es ist mir wichtig, das Brautpaar im Voraus kennenzulernen“, sagt der 28-Jährige. „Gemeinsam gehen wir den Ablauf-Plan durch, aber ich bin auch offen für spontane Aktionen.“ Das Schwierige an seinem Job: Während die Hochzeitsgesellschaft feiert, muss seine Konzentration den ganzen Tag aufrecht bleiben. Der Anschnitt der Torte oder der Kuss nach dem Ja-Wort findet immerhin nur einmal statt und lässt sich nicht nachstellen. „Ich bin dafür zuständig dieses einmalige Erlebnis in Bildern festzuhalten“, sagt Knoblauch. Der Fotograf hat daher immer mindestens drei Kameras und diverses Ersatzequipment mit dabei.

Doch so gut geplant der Tag der großen Liebe auch ist, es gibt keine Garantie, dass immer alles reibungslos abläuft. Ob es sich um die klassische Verspätung der Braut durch einen zu langen Frisörbesuch oder vergessene Ringe handelt, Benjamin Knoblauch hat auf den vielen Hochzeiten schon einiges erlebt.

Die Erfahrung zeigt: Neben dem Fotografieren ist er der Mann für alle Fälle auf der Hochzeit. Passt die Braut etwa durch ein zu voluminöses Brautkleid nicht in das schicke Hochzeitsauto, fährt er sie mit seinem Auto vor. Benjamin Knoblauch weiß, auch die Wahl des richtigen Brautstraußes ist entscheidend. Soll dieser traditionell geworfen werden, sind Wasserfallsträuße durch ihre langen, spitzen Drähte nicht unbedingt die richtige Wahl.

„Ich sage dem Brautpaar immer, dass es das Wichtigste ist, dass sie genug essen und trinken“, so Knoblauch. So manch eine Braut musste nämlich schon nach der Kirche und vor dem Shooting ein Weilchen im Auto sitzen bleiben, weil der Kreislauf nicht mehr mitspielt. „Für solche Fälle habe ich immer ein paar Nüsse mit dabei. Doch es gibt auch das andere Extrem. „Eine Braut war es gewohnt, jeden Samstag zum Mittagessen Spaghetti Bolognese zu essen“, erzählt der Fotograf. Diese Gewohnheit sollte am Hochzeitstag nicht gebrochen werden. Daher aß die eben geschminkte Braut in ihrem Hochzeitskleid ihre heiß geliebte Bolognese noch vor der Trauung. Natürlich nicht ohne den Einsatz von zahlreichen Küchentüchern. „Ich habe mich mit meinem Teller extra weit weg von der Braut gesetzt“, lacht Knoblauch. „Nicht dass ich ihr noch einen Fleck aufs Brautkleid gemacht hätte.“

An all diese besonderen und bewegenden Momente können sich die Brautpaare durch die Bilder oder ein Fotobuch von Fotograf Benjamin Knoblauch auch noch Jahre später zurückerinnern. Als wäre der Hochzeitstag erst gestern gewesen.