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Von unserem Redakteur Philipp Hamann · 17.05.2018

„Immer mit dem Schlimmsten rechnen“

Fußball: Roland Eitel hat Nationalspieler Mesut Ösil einst in der Öffentlichkeitsarbeit beraten

Die Bilder von Mesut Özil und Ikay Gündogan mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan haben auch auf der Facebook-Seite der Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung hohe Wellen geschlagen. „Auf das Pfeifkonzert, wenn die beiden einlaufen, freue ich mich heute schon“, sagt Uli Göhler.

„Gündogan und Özil gehören raus nach ihrer tollen Leistung“, schreibt Lars Milne. Uwe Georgi sieht die Sache pragmatischer: „Wenn die Beiden jetzt über die WM verteilt jeder zehn bis 20 Tore schießt, ist alles vergeben und vergessen.“

Die SZ/BZ hat sich mit Roland Eitel, der Jahr für Jahr in den Mercedes-Benz Junior Cup im Sindelfinger Glaspalast involviert ist und einst auch Mesut Özil in der Öffentlichkeitsarbeit beraten hat.

Wie konnte es zu dem Bild der beiden deutschen Nationalspieler mit dem türkischen Staatspräsidenten Recap Tayyip Erdogan kommen?

Roland Eitel: „Meine Erfahrung aus fast 30 Jahren im Profifußball hat gezeigt, dass man immer vom Schlimmsten ausgehen muss und dass es manchmal noch schlimmer kommt, als man sich überhaupt vorstellen kann.“

Bundestrainer Joachim Löw hat die Beiden dennoch in den WM-Kader berufen. Ist das die richtige Entscheidung?

Roland Eitel: „Man redet im Fußball doch immer gern von der großen Familie. Und da muss schon viel passieren, bis man einen Spieler fallen lässt. Die Folgen der beiden Bilder sind aber noch nicht absehbar.“

Wie werden die Mitspieler in der Nationalmannschaft auf Mesut Özil und Ilkay Gündogan reagieren?

Roland Eitel: „Ich gehe davon aus, dass die erfahrenen Spieler in der Nationalmannschaft mit den Beiden über ihre Aktion sprechen werden.“

SZ/BZ-Redakteur Philipp Hamann kennt Roland Eitel seit der Fußball-WM 1990 in Italien.