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Von unserem Redakteur 
Dirk Hamann · 24.06.2020

Honeywell-Aus in Schönaich: Mitarbeiter haben Existenzängste

Schönaich: Nach der von Honeywell angekündigten Standort-Schließung bis 2022 haben viele der 160 Mitarbeiter Zukunftsängste / Nur 22 Beschäftigte können im Konzern bleiben

Honeywell in Schönaich

Aus. Ende. Vorbei. Das US-amerikanische Unternehmen Honeywell schließt bis Anfang 2022 seine Pforten in Schönaich. Diese Schreckensnachricht traf die rund 160 Mitarbeiter, die nach Jahren des Stellenabbaus am Standort übrig geblieben sind, bis ins Mark. Viele sind dort seit 30, 40 Jahren beschäftigt. Jetzt plagen sie Zukunftsängste.

Von Centra-Bürkle übernahm Honeywell 1984 das Werk, das sich mitten im Ortskern befindet. Mehr noch: Der US-Konzern baute das Gelände aus, bot Platz für 700 Arbeitsplätze. Doch das Interesse des weltweit agierenden Unternehmens an Schönaich ließ relativ schnell spürbar nach.


Vor gerade einmal zwei Jahren gab es zuletzt einen kräftigen Schlag ins Kontor: Weitere 45 Mitarbeiter mussten gehen. Betroffen waren damals vor allem Arbeitsplätze in der Entwicklung und der Produktion. Zwar wurde im Rahmen dieser Abbaurunde ein bis 2024 gültiger Sozialplan ausgehandelt, doch eine von der IG Metall angestrebte Vereinbarung zur Standortsicherung bis 2025 kam nicht zustande.


Schlag ins Gesicht


Damals ging die Belegschaft kämpferisch auf die Straße, um für den Erhalt ihres Standorts zu kämpfen. Zeigte Gesicht. Nun, da das Aus für Schönaich besiegelt ist, wollen sich die Mitarbeiter erst einmal sammeln und beraten lassen, bevor sie erneut den Schritt an die Öffentlichkeit wagen. „Die Mitteilung, dass hier bis Anfang 2022 Schluss sein soll, war ein Schlag ins Gesicht“, meint ein Betriebsrat, der seinen Namen lieber noch nicht in der Zeitung lesen möchte. „Wir hatten befürchtet, dass so etwas einmal auf uns zukommen könnte. Trotzdem traf uns die Nachricht wie ein Hammer. Man fühlt sich wie im falschen Film.“


Der komplette Artikel steht in unserer Donnerstagsausgabe und unter www.szbz.de