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Von unserer Mitarbeiterin Annette Nüßle · 12.02.2018

Hexen und ein Hauch Hamburg

Weil der Stadt: Dicht gedrängt sorgten die Zuschauer trotz wechselhaftem Wetter beim großen Umzug durch die Innenstadt für Stimmung

Mehrere 10 000 Zuschauer ließen sich trotz wechselhaftem Wetter die Laune nicht verderben und feierten ausgelassen mit den 67 Gruppierungen beim traditionellen Weil der Städter Fasnetsumzug. Die Mischung aus imposanten Wagen, Hästrägern und Musikgruppen kam auch dieses Jahr wieder gut an und die vielen kleinen Zuschauer kamen beim üppigen Bonbonregen voll auf ihre Kosten.

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Recht gelassen nahmen Winnie und Montana, die beiden Pferde der königlich württembergischen Postkutsche von 1888, den Trubel. Ein größeres Gefährt bevorzugten die Royals aus London und präsentierten sich unter dem Motto „Nicht mehr nobel, sondern Smart, das sind die Royales mit ihrer Guard“ recht volksnah.

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„Tommy und seine Crashtestdummies“ hatten auch Ausgang. Inspiriert von der täglichen Arbeit kamen alle ganz in Orange mit den entsprechenden Markierungen an Kopf und Armen. „Wir hoffen, dass wir ohne Beulen wieder nach Hause kommen.“ Am Straßenrand standen auch Katharina und Lena mit ihren drei Hähnen und dem Schwein im Stall. „Letztes Jahr waren wir als Schweine hier, davon ist nur noch das Eine über – wir anderen gehen heute als gackernde Meute.“

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Ganz nach dem Motto „Egal ob Hamburg oder Weil – Schlagermove ist einfach geil!“ fuhr auch ein Bulli auf dem Hänger durch die Reihen. Die vielen Luftballons mussten im Vorfeld von der Gruppe aufgeblasen werden und die entsprechende Deko aus alten Schallplatten kam aus dem Internet. Aktuellen musikalischen Bezug hatte auch der Wagen „Der Glöckner von Notre Dame“. Quasimodo, dieser Bengel, erschreckte so manchen Zuschauer.

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Frei nach dem Spruch „Ist das Kunst oder kann es weg“, nahm der Wagen „Kunst aus Gruscht“ die Frage künstlerischer Darbietungen auf die Schippe. Mit dabei Eigenkreationen aus wertlosem Material und die Kunstwerke aus der Sculptoura.

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Viele Gruppierungen hatten auch wieder ihren Nachwuchs dabei. Während manch kleine Hexe den gesamten Umzug verschlief, verteilten viele andere Nachwuchsnarren fleißig Bonbons an die vielen kleinen Zaungäste. Die Weiler Schelme hatten zur Sicherheit den Nachwuchs in den Schelmenwagen gesteckt. Ihnen nachgemacht hatten es auch die Merklinger Löwen.

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Den Schluss des rund zweistündigen Zuges bildeten die Weiler Bären und hatten dabei einen ganz besonders großen Bären im Schlepptau.

Rathaussturm, Hallenfasnacht oder Umzug – SZ/BZ-Mitarbeiterin Annette Nüßle ist während der närrischen Tage in der gesamten Region im Einsatz.