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Von unserer Mitarbeiterin 
Tamara Zondler · 09.12.2019

Hauptsache ein Platz im Schulbus

Gewohntes Bild an der Bushaltestelle Gottlieb-Daimler-Schule Sindelfingen: Viele Schüler drängeln sich in den Linienbus. Bild: Zondler

Gedränge an den Haltestellen, überfüllte Busse. Für Schüler das tägliche Brot. Meistens ist man froh, noch einen Stehplatz im Bus zu ergattern, doch das Stehen im Bus ist nicht ungefährlich. In Spanien hat man die Situation besser im Griff: In den Schulbussen gibt es nur Sitzplätze.

„Das Stehen in den Schulbussen wird in Spanien sehr streng gehandhabt“, berichtet der Werner Dilger der SZ/BZ-Redaktion. Der Schönaicher hat es in Madrid selbst erlebt. „Der Bus fährt nicht los, wenn nicht jedes Kind einen Platz hat. Wenn es jedoch zu so einer Situation kommt, ist in kürzester Zeit ein anderer Bus vor Ort. Das ist besser organisiert als bei uns in Deutschland“, sagt Werner Dilger, der bis zu seinem Ruhestand Lehrer in Holzgerlingen war. .


Ganz anders sieht es in Deutschland aus. Die Schüler drängen sich in die vollen Busse, Türen gehen teilweise nicht mehr zu und festhalten muss man sich aufgrund der Enge schon gar nicht mehr. Ulrike Schäfer, Pressesprecherin des Verbands Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer, erklärt, dass die Problematik vor allem immer im Herbst auftrete, wenn die Kinder von den Fahrrädern wieder in die Busse umsteigen. Auf die Frage, ob die vorgegebene Passagierzahl immer eingehalten wird, sagt Ulrike Schäfer: „Die Busse sind nach bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Am Buseingang rechts oben befindet sich die Vorgabe, wie viele Passagiere maximal mitgenommen werden dürfen und die Busfahrer halten sich daran auch.“



Beim Böblinger Busunternehmen Pflieger sieht man die Überfüllung der Busse und die Stehplatzsituation anders. „Die vom Kraftfahrtbundesamt genehmigten Stehplatzzahlen sind nicht angemessen. Die Schüler drängen sich in die Busse, obwohl die Kapazitäten nicht vorhanden sind. Die vorgegebene Zahl an Stehplätzen wird nicht eingehalten“, sagt Geschäftsführer Hermann Pflieger. Die Einführung eines Stehplatzverbotes sei aus Kostengründen nicht möglich, so der Busunternehmer. „Wir müssten dann mehrere Busse einsetzen. Das wäre durch das neue Konzept des Stadtverkehrs ab dem 15. Dezember zwar möglich, aber wir können uns das nicht leisten“, macht Hermann Pflieger den Konflikt deutlich.



Der ganze Artikel steht am Dienstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de