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Von unserem Redakteur 
Dirk Hamann · 30.05.2020

Händler gehen auf die Barrikaden

Böblingen: Heftige Vorwürfe von Gewerbetreibenden gegen die Stadtverwaltung

Baustellen und Staus gehören seit Jahren zum Böblinger Stadtbild. Bild: Müller

Böblingen gleicht einer einzigen Baustelle. Seit Jahren. Verkehrsführungen werden immer wieder geändert, auf den Straßen steht der Verkehr. Einigen Einzelhändlern schwillt deswegen der Kamm. Mit harschen Worten kritisieren sie die Verkehrspolitik der Stadt. Und wollen sich mit einer Protestaktion zur Wehr setzen.

In dieser Woche verschickten Dr. Helmut Baur (Binder Optik), Max Nowak (Reformhaus Klett), Friedhelm Kröhnke (Expert Kröhnke), Thomas Kurz (Foto Kurz), Jürgen und Gerhard Früh (Früh GmbH), Ralf Maurer (Leder Maurer) und Oliver Netuschil (Autohaus Netuschil) einen Brandbrief an alle Gewerbetreibenden der Stadt. Gespickt mit schweren Vorwürfen in Richtung Stadtverwaltung und der Hoffnung, möglichst viele Mitstreiter zu finden, um gemeinsam gegen die aktuelle Verkehrspolitik vorzugehen.


„Die Verkehrslage in Böblingen wird immer dramatischer“, steht in diesem Brief. „Die Stadtverwaltung ist scheinbar Willens, die Erreichbarkeit der Betriebe ganz bewusst und nachhaltig so zu stören, dass die Kunden und Gäste Fahrten in und nach Böblingen vermeiden. Gepaart mit planerischem Unvermögen, Tricksereien und dem Lancieren von Halbwahrheiten ergibt sich so eine gefährliche Mischung, die zahlreiche Existenzen unmittelbar bedroht.“



Gemeinsam wollen die Händler „alles daransetzen, diesen Wahnsinn zu stoppen“, man wolle „wenigstens zeigen, dass wir uns wehren und mit aller Macht dafür einstehen, einen ultimativen Niedergang Böblingens als Wirtschaftsstandort für die genannten Branchen zu vermeiden“. In einem ersten Schritt sei geplant, kurzfristig mit Schaufensteraufklebern und Plakaten Flagge zu zeigen. Gemeinsam soll dann das weitere Vorgehen abgestimmt und beschlossen werden. „Lassen Sie uns dafür kämpfen, dass die Zukunft des Böblinger Gewerbes nicht an Schreibtischen zerstört wird, an denen Verantwortungslosigkeit, mangelnde Sachkenntnis und ideologische Verbohrtheit herrschen“, heißt es abschließend.


Die heftigen Vorwürfe stoßen bei Gemeinderäten und Stadtverwaltung auf ein geteiltes Echo...


Der gesamte Artikel steht auf www.szbz.de