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Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter · 07.12.2017

„H“ wie Hilfe und Heimat

Renningen: In 40 Jahren rund 2 Millionen Euro in 100 Länder geschickt / Zentraler Platz für Denkmal

Ein riesiges H steht an der Ecke Martin-Luther-Straße/Bahnhofstraße in Renningen und wurde jetzt eingeweiht. Das H steht für Hilfe. Die Renninger Bürger haben mit dem katholischen Pfarrer Franz Pitzal in den vergangenen 40 Jahren rund zwei Millionen Euro zur Hilfe in 100 Länder dieser Erde geschickt.

Weil ein großer Teil aus den Spenden der Sternsinger gekommen ist, waren auch die bei der Einweihung dabei. Pfarrer Franz Pitzal hatte sich für das Denkmal einen zentralen Platz gewünscht.

Zusammen mit der Stadt wurde eine freie Fläche gefunden, auf der bis vor einigen Jahren die Martin-Luther-Eiche stand. Wie alt genau der Baum war, als er wegen Fäulnis gefällt werden musste, weiß niemand so genau. Geschätzt 100 bis 200 Jahre. Vor sieben Jahre wurde eine neue Eiche gepflanzt, die schon eine beachtliche Höhe erreicht hat.

Die beiden Renninger Firma Härtter und Schweitzer haben bei der Aufstellung des drei Meter hohen Has ihre Arbeit gesponsert. Stefan Ebert vom Bauhof schweißte alles zusammen. Jetzt bei der offiziellen Einweihung musizierten Ministranten.

Renningens Bürgermeister Wolfgang Faißt nannte den Platz für das Denkmal bei der Einweihung einen ökumenischen Ort. Nicht nur die katholische Kirchengemeinde, sondern die gesamte Stadt habe gesammelt.

Das H, so der Bürgermeister, symbolisiere nicht nur Hilfe, sondern auch Heimat. „Möge es dazu beitragen, dass die Menschen in ihrer Heimat eine Zukunft haben“, betonte Wolfgang Faißt.

Auf dem H sind die 100 Länder, in denen Renningen Hilfe geleistet, alle aufgedruckt, von Afghanistan bis Zimbabwe.

Aus seinem elfmonatigen Hilfe-Aufenthalt in Ost-Timor berichtete Cornelius Balle(20) aus Renningen, der nach seinem Abitur an der Böblinger Mildred-Scheel-Schule als Entwicklungshelfer nach Südost-Asien reiste.

An der Ecke Martin-Luther-/Bahnhofstraße steht ein drei Meter großes H, das für Hilfe steht, die die Renninger Bürger in 100 Ländern geleistet haben (rechts am Denkmal Bürgermeister Wolfgang Faißt, links Pfarrer Franz Pitzal). Bild: Richter