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Von Chefredakteur Jürgen Haar · 05.11.2018

Gemeinsam Ziele besser erreichen

Sindelfingen: Morgen startet die neue SZ/BZ-Serie „Wir helfen uns selbst“ / Über Bürgervereine, Genossenschaften und Initiativen

Deutschland ist ein gut organisiertes Land, doch der Staat und die Kommunen können nicht alles leisten. Vieles funktioniert nur dank ehrenamtlichem Engagement. In der neuen SZ/BZ-Serie geht es in den nächsten vier Wochen um die Arbeit von Bürgervereinen, Genossenschaften und Initiativen.

Die Genossenschaftsidee im deutschsprachigen Raum hatte zwei Väter. Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch riefen Mitte des 19. Jahrhunderts Hilfsvereine und Hilfsaktionen ins Leben, um die Not leidende ländliche Bevölkerung, beziehungsweise in Not geratene Handwerker zu unterstützen. Daraus entstanden die ersten Genossenschaften, aber auch sogenannte Darlehenskassenvereine. Über allem standen die Grundsätze der Selbsthilfe, der Selbstverwaltung und der Selbstverantwortung.

Schaffung von Wohnraum

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts rückte die Schaffung von Wohnraum in den Fokus. In Sindelfingen zum Beispiel wurde im Februar 1919 der Bau- und Sparverein Sindelfingen gegründet, aus dem später die Baugenossenschaft entstand. Die eingetragene Genossenschaft feiert im nächsten Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Im März 1919 wurde die Kreisbaugenossenschaft Böblingen als genossenschaftliches Wohnungsunternehmen für den damaligen Kreis Böblingen gegründet.

Auch im Lebensmittel-Einzelhandel etablierte sich das Genossenschaftsprinzip. In Deutschland zum Beispiel durch Konsum und Coop oder in der Schweiz durch Migros. Auch wenn die Genossenschaftsidee zwischenzeitlich von ihrem Charme verloren hatte – das Thema Selbsthilfe und Selbstverantwortung ist aktueller denn je.

12 Folgen

Es sind gerade hier in den Landkreisen Böblingen und Calw nicht nur die Genossenschaften, die sich um das Wohl der Menschen kümmern. Bürgervereine und Initiativen setzen sich ehrenamtlich für die Interessen der Menschen ein. Und zwar auf unterschiedlichen Gebieten, wie die 12 Folgen der SZ/BZ-Serie zeigen. Da geht es ums Breitensteiner Lädle, aber auch um den Energieverein Ehningen oder den Bürgerverein B 464 in Magstadt.

Gleich ist allen, dass sie sich für ihre Umgebung und ihre Mitmenschen einsetzen. Ganz nach dem Motto „Liebe Deine Stadt“. In seinen „10 Regeln für Demokratie-Retter“ hat der Journalist Jürgen Wiebicke dieses Motto gleich an den Anfang gestellt. „Alles fängt im Kleinen an. Es hilft, sich für seine unmittelbare Umgebung starkzumachen. Es ist gewinnbringender, sich für Positives einzusetzen als Negatives zu bekämpfen“, schreibt Wiebicke in seinem Buch (erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch).

Aber nicht alles gelingt. Die Idee, eine Genossenschaft zu gründen, um wieder einen Laden im Sindelfinger Stadtteil Eichholz zu etablieren, hat sich trotz großem Einsatz nicht realisieren lassen.

. Am morgigen Dienstag startet die SZ/BZ-Serie „Wir helfen uns selbst“ mit einem Porträt über den Bürgerverein B  464 in Magstadt, der seine Mission erfüllen konnte.

Info

Zur SZ/BZ-Serie „Wir helfen uns selbst“ gibt es ein 4-Wochen-Abo für 18 Euro und dazu einen Gutschein über 10 Euro vom Biolandhof Bodemer in Ehningen. Zu bestellen per Post unter SZ/BZ, Leserservice, Böblinger Str. 76, 71065 Sindelfingen, per Telefon unter 0 70 31 /862-252 oder online unter www.szbz.de