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Thomas Oberdorfer · 23.06.2019

Gechingen scheitert vor großer Kulisse

Fußball – Landesliga-Relegation: SFG – SV Seedorf 0:2 (0:1) / Rund 1100 Zuschauer im Dagersheimer Waldstadion / Sportfreunde zu harmlos vor dem Tor

  • Volle Tribüne im Dagersheimer Waldstadion. Bild: photostampe/A

  • Bitter enttäuschte Gechinger. Im Hintergrund bejubeln die Seedorfer den Aufstieg in die Fußball-Landesliga. Bild: photostampe/A

Die Sportfreunde Gechingen sind aus der Fußball-Landesliga abgestiegen: Im entscheidenden Spiel der Relegation unterlagen die Gechinger gestern im Dagersheimer Waldstadion vor 1100 Zuschauern dem SV Seedorf 0:2.

„Dieses Spiel spiegelt die gesamte Saison wider“, sagte Gechingens Trainer Christoph Kwasniewski nach der 0:2-Niederlage. „Wir kassieren hinten die Dinger und machen vorne keine Tore. Uns hat das zwingende Element gefehlt“, sagte der Gechinger Coach, der nach der Partie zu jedem seiner Spieler ging, um ihn zu trösten. Er selbst schaute immer wieder ins Leere.

 

Die Stimmungslage der Seedorfer stand im krassen Gegensatz dazu: Schon Minuten vor dem Spielende machten sich die Ersatzspieler und die Funktionäre bereit für den Siegesjubel, der nach dem Schlusspfiff des souveränen Schiedsrichters Felix Prigan kaum Grenzen kannte. „Ich denke, wir haben verdient gewonnen“, sagte Seedorfs Spielertrainer Tobias Heizmann. „Unser Wille und unsere Einsatzbereitschaft waren ausschlaggebend für den Sieg“, sagte Heizmann, „wir hatten auch die besseren Torchancen.

 

 

Die Gechinger hatten einen Pfostenschuss und kamen ein paar Mal auf die Grundlinie, daraus resultierten aber keine Möglichkeiten.“ Die Rahmenbedingungen für das Relegationsspiel zwischen den Gechingern und den Seedorfern hätten nicht besser sein können. Die Zuschauerkulisse war hervorragend, etwa 1100 Besucher pilgerten ins Dagersheimer Waldstadion. Beflügelt von dieser Kulisse war vor allem der SV. Beide Mannschaften begannen verhalten, schoben sich den Ball in den eigenen Reihen zu. Wobei recht schnell klar wurde, dass der SV in den Zweikämpfen rustikal, aber keineswegs unfair zur Sache ging. Die Gechinger hatten insgesamt mehr Ballbesitz, zu oft aber kreiste der Ball in der eigenen Hälfte.

 

 

Becker trifft den Pfosten

 

 

Die erste Chance der Partie hatte Seedorf in der 10. Minute: Jonas Haag zog aus 16 Metern ab, Gechingens Torwart Maidel lenkte den Ball an die Latte. Hatten die Gechinger in dieser Situation Glück, so hatten sie in der 18. Minute Pech, als Kai Becker aus 20 Metern mit einem platzierten Schuss nur den Pfosten traf. In der 35. Minute fiel das 1:0 für Seedorf: Tim Ritzel flankte ungehindert, Tobias Bea köpfte den Ball ebenso ungehindert aus fünf Metern ins Netz.

 

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte zogen die Gechinger etwas das Tempo an. In der 56. Minute hatte Fabian Schneider die große Chance zum Ausgleich, er schoss den Ball aber aus 14 Metern freistehend neben das Tor. Das war es in Sachen Torchancen der Gechinger in Hälfte zwei.

 

 

Zwar hatten die Sportfreunde auch in diesem Durchgang mehr Ballbesitz, sie konnten damit aber nicht viel anfangen. Die Entscheidung fiel in der 77. Minute, als der eingewechselte Johannes Wernz mit dem Ball an drei Gechingern locker vorbei dribbelte und ihn aus 16 Metern mit links hoch zum 2:0 für den SV ins Tor drosch. In der 90. Minute kassierte Andre Maidel die Rote Karte, er holte als letzter Mann weit vor seinem Tor Darius Gutekunst von den Beinen. „Wir müssen jetzt in den sauren Apfel beißen und uns eine Liga tiefer sammeln und neu ordnen“, sagte Christoph Kwasniewski.

 

 

SF Gechingen: Maidel, Pretsch, Carl, Gräber, Bothner, Becker (71. Schäuble), Honigmann, Schneider, Kiwranoglou (69. Buyer), Schuster (77. Philipp), Weinhardt (79. Schechinger)

 

 

SV Seedorf: Dittmer, Heim, Scheck, Bea, Heizmann, Müller, Timmy Haag, Ritzel (69. Wernz), Jonas Haag (58. Link), Darius Gutekunst, Kitiratschky (68. Szopa)