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Von Tim Schweiker · 20.04.2019

Finale, ohoh!

Glosse: Schluss, aus, Ende

Aus, aus, das Spiel ist aus: Keine Sorge, es geht an dieser Stelle nicht um Fußball. Schon gar nicht um den VfB. Der bietet ja nun dieser Tage alles, nur keinen Anlass zur Freude. Und den habe ich durchaus. Denn die gefühlt unendlich lange Zeit von Aschermittwoch bis Ostern, mithin als Fastenzeit bekannt, geht heute zu Ende.

Mag sein, dass das den Großteil der Menschheit völlig unberührt lässt, für mich ist es durchaus ein Grund, innezuhalten. Fast sieben Wochen lang bin ich nun mehrmals täglich am RSS (dem Redaktions-Süßigkeiten-Schrank) vorbeimarschiert. Und zwar ohne hineinzugreifen und den Verführungen nachzugeben, wie es mir – und nebenbei bemerkt auch meinen Kollegen – zur lieben, wenngleich ungesunden Gewohnheit geworden war.

Am Anfang war der RSS ein Schreckgespenst, haben mich Gummibärchen, Kekse und Co. regelrecht verfolgt. Phase zwei war dann geprägt von ernährungsbewusster Überlegenheit: Wer braucht schon Industriezucker, wenn er auch leckeres Obst haben kann? Das hat funktioniert, bis ich gemerkt habe, dass sich mein sonst sehr überschaubarer Bananenkonsum zu verdoppeln drohte.

Erst 158, dann 500 Gramm

Aber es lohnt sich ja. Dachte ich. Bis die Waage mich mehrfach eines Anderen, keineswegs Besseren belehrte: Erst hatte ich 158 Gramm ab-, dann mehr als 500 Gramm zugenommen.

Und jetzt? Jetzt tröste ich mich damit, dass es mir ja jetzt unabhängig von Gewicht und Bauchumfang doch insgesamt viel besser geht als vorher. Ich bin jetzt allenfalls noch ein klitzekleines bisschen nervös, gereizt und schlechter gelaunt. Alles tipptop, verdammt noch mal.

Während ich das alles aufschreibe, stelle ich fest: Ich habe gar keine Lust auf Süßigkeiten. RSS-Feed? Brauch ich nicht mehr. Ich hab’s mir tatsächlich abgewöhnt.

Das glauben Sie nicht? Nun ja, zum Glück nehme ich das alles unter dem Strich doch nicht ganz so bierernst (Warum komme ich ausgerechnet jetzt auf Bier?). Wäre es anders – und er muss jetzt einfach noch sein – dann wäre aus dieser Glosse ja noch fast ein Kommentar geworden.

tim.schweiker@szbz.de