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Von Hansjörg Jung · 31.07.2020

Fenchel: Erntereif nach vier Wochen

Wochenmarkt: Stängel auf Daumenbreite abschneiden

Fenchel – frisch vom Feld in Bondorf. Bild: Jung

Man kann nicht gerade behaupten, dass Fenchel an der Spitze der Beliebtheitsskala unter den deutschen Gemüseessern rangiert. Das liegt möglicherweise an einem frühkindlichen Trauma, wenn Säuglingen bei Bauchgrimmen Fencheltee verabreicht wurde. Doch damit wird man dem Gemüse in doppelter Hinsicht nicht gerecht. Denn erstens vermag der Tee schon im Magen-Darm-Trakt segensreich, das heißt vor allem beruhigend zu wirken, und zweitens hat der Gemüsefenchel, der derzeit frisch auf dem Markt zu haben ist, mit dem Gewürzfenchel, von dem die Samenkörner für Tees und Bratwürste stammen, nur eine weitläufigere Verwandtschaft.



Rund vier Wochen braucht es, bis der Fenchel ab Mitte, Ende Mai vom Keimling bis zur Ernte reift. Fenchel, so heißt es, ist reich an Ballaststoffen, Provitamin A, Vitamin E und C, Kalium und Magnesium.


Beim Verarbeiten das zarte Fenchelgrün nicht wegwerfen, sondern fein gehackt über das fertige Gericht streuen – das Kraut verleiht auch Fischfonds eine ganz besonderes Aroma. Die Stängel ungefähr auf Daumenbreite abscheiden und die Knolle, je nach Erfordernis halbieren, Vierteln oder auch in Scheiben schneiden.