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Von unserem Redakteur Karlheinz Reichert · 23.04.2011

Erik Hoffmann ist klarer Favorit

Radsport: 37. Straßenrennen "Rund um Schönaich" am Ostermontag / Alle Starts eine Stunde später

Der Frühjahrsklassiker am Ostermontag des RSC Schönaich ist eines der letzten großen Radrennen in Württemberg. Während viele Veranstalter in den letzten Jahren aufgegeben haben, zeigt die Mannschaft um Uwe Töpfl Durchhaltevermögen und richtet das Internationale "Rund um Schönaich" zum 37. Mal aus.

 

Die Starterfelder sind groß, die Besetzung illuster. Bei der Männer-Elite stehen am Ostermontagmittag um 12 Uhr 180 Mann am Start, die sich 15-mal auf die neun Kilometer lange Runde Schönaich - Breitenstein - Neuweiler - Schönaich machen.

 

Klarer Favorit ist der Sieger der letzten beiden Jahre, Erik Hoffmann. Der Namibier, der seit Jahren in Stuttgart lebt, kann mit dem Team Baier Landshut auch auf eine zahlenmäßig starke Mannschaft zählen, die vor allem in der ersten Rennhälfte wichtig ist, wenn es darum geht, nach Attacken kräftesparend Löcher zu stopfen.

 

Ex-Profis wollen dagegen halten

 

Konkurrenz bekommt er durch eine Reihe von ehemaligen Straßenprofis und von den Mountainbikern. Von den Straßenspezialisten könnten ihm die ehemaligen Gerolsteiner Sven Krauß und Thomas Fothen das Leben schwer machen sowie Holger Sievers (Wiedenbrück) und der Öschelbronner Rolf Hofbauer, der für das Activity-Racing-Team des TSV Schmiden in die Pedale tritt.

 

Sven Krauß (Gültstein) kann beim Team Halanke (Öschelbronn) auf sechs Mitstreiter zählen. Thomas Fothen hat sich mit einer ähnlich großen Hausmacht - Team NSP (Odenwald) - angemeldet.

 

Hannes Genze (Multivan-Merida-Biking-Team Magstadt) wurde in den letzten Tagen zwar von einem Schnupfen geplagt, doch hat der Sindelfinger bereits mehrfach gezeigt, dass er sich von solchen Handicaps rasch erholt. Für ihn wird es als Einzelkämpfer darauf ankommen, den richtigen Zug nach vorne zu erwischen. Dieses Problem ist für seine Mountainbikekollegen vom Team Bulls kleiner. Mit Karl Platt, Stefan Sahm und Tim Böhme kommen die Bullen zu dritt.

 

Für gewöhnlich eine gute Rolle spielen in Schönaich die Halbprofis von der GS Rufalex aus der Schweiz sowie die Racing Students um Steffen Greger. Schwer werden es dagegen Dominik Hetzer und Nikodemus Holler vom RV Pfeil Magstadt haben, um in dem starken Feld zu glänzen.

 

221 Mann auf einmal

 

Das zahlenmäßig stärkste Feld - 221 Fahrer - ist bei der Männer-C-Klasse gemeldet. Hier treffen Nachwuchsfahrer auf Routiniers wie den Holzgerlinger Fahrradhändler Frank Düll (RSV Öschelbronn), den Gechinger Matthias Lang (RSC Schönaich) oder dessen Vereinskameraden Horst Rinderknecht. Zu den Favoriten gehört Christoph Meschenmoser. Als angehender Profi gewann er 2008 im Trikot des Gerolsteiner Fohlenstalles Ista das Schönaicher Elite-Rennen. Jetzt versucht er eine Klasse tiefer einen Neuanfang.

 

Bei den Frauen (54 Kilometer) werden viele Konkurrentinnen Bahnnationalfahrerin Verena Jooß im Blick haben. Wenn die mehrmalige Deutsche Verfolgungsmeisterin freilich vom Feld wegkommen sollte, hat sie bei einer Alleinfahrt im Finale gute Chancen auf ihren ersten Sieg in Schönaich.

 

Aus "organisatorischen Gründen" beginnen die Rennen im Vergleich zu den Vorjahren eine Stunde später. Für die Sportler, die am Morgen von weither anreisen, eine Erleichterung. Der Grund für den späteren Start ist der Fahrplan des Linienbusses. Bisher musste sich der Busfahrer immer an den Sportlern und Begleittrossen vorbeikämpfen. Diesmal werden die Rennen erst hinterher gestartet, so dass die Runde für den übrigen Verkehr komplett gesperrt werden kann.

 

Seit 37 Jahren: Schönaich steht am Ostermontag ganz im Zeichen des Straßenrennsports. Bild: Photo 5/A