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Von Christian Maier, Gymnasium Unterrieden · 05.02.2019

Erfolg bei der Chemie-Olympiade

Sindelfingen: Sandra Weber vom Gymnasium Unterrieden gehört bei dem internationalen Wettbewerb zu den Besten im Land

Sandra Weber (12b) vom Gymnasium Unterrieden hat erfolgreich an der internationalen Chemie-Olympiade teilgenommen und es dabei bis in die zweite Runde geschafft. Damit gehört sie zu den 24 besten Teilnehmern aus ganz Baden-Württemberg.

Die internationale Chemie-Olympiade ist ein jährlicher Wettbewerb, bei dem sich Schüler in der Bearbeitung theoretischer und experimenteller Aufgaben aus dem Bereich der Chemie miteinander messen.

Das Auswahlverfahren beginnt aber schon lange vor der eigentlichen internationalen Olympiade und geht über vier Runden. In der ersten Runde hat Sandra Weber bereits in den Sommerferien 2018 theoretische Aufgaben aus den Gebieten Thermodynamik, Koordinationschemie und Säurederivate bearbeitet. „Das hat schon viel Zeit in Anspruch genommen“, sagt Sandra Weber (Bild: Marcel Stahl), „aber es war auch sehr interessant“.

Die Aufgaben gehen deutlich über den Schulstoff hinaus. „Man darf selbstständig recherchieren, aber keinen Lehrer fragen“, erklärt die Schülerin vom Gymnasium Unterrieden weiter. Der Aufwand hat sich gelohnt, Sandra Weber wurde zur zweiten Runde zugelassen, wofür sie einen Lösungserfolg von mindestens 50 Prozent erbringen musste.

Die zweite Runde bestand in einer Klausur auf Universitäts-Niveau an der Universität Stuttgart. Auch hier hat Sandra Weber sich mit Bravour geschlagen: Sie kam unter die 24 besten Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg und wurde dafür Mitte Dezember 2018 zu einem Wochenendseminar nach Stuttgart eingeladen.

Dort wurden die Teilnehmer durch Vorträge und Übungen im Fach Chemie aus- und weitergebildet. Die Vortragenden waren zumeist selbst ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Olympiade und reichten von Studierenden und Promovierenden bis hin zu Universitätsdozenten.

Trotz gutem Ergebnis reichte es ihr nicht, um in Runde drei zu kommen. Chemielehrerin Adelheid Löbert, die Sandra Weber für den Wettbewerb vorgeschlagen hat, ist dennoch voll des Lobes: „Es ist jedes Mal eine außergewöhnliche Leistung, wenn sich Schüler diesem Wettbewerb stellen. Ich finde es toll, wie Sandra diesen Wettbewerb angegangen ist. Ausnahmeschülerinnen wie sie sind für mich Ansporn und Vergnügen als Chemielehrerin zu arbeiten.“

Ob Sandra Weber sich einen Beruf im Bereich der Chemie vorstellen kann? Die Schülerin hat bereits andere Pläne: „Nach dem Abi mache ich ein duales Studium zur Wirtschaftsingenieurin beim Daimler!“ Ihre Chemiekenntnisse werden ihr dabei sicherlich nicht schaden, zumal sie durch den Wettbewerb bereits Universitätsluft schnuppern konnte.