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Von Annette Nüßle · 05.06.2020

Erdbeeren haben jede Menge Power

Wochenmarkt: Erdbeeren sind streng genommen gar kein Obst und trotzdem werden sie als die ersten Früchte im Jahresverlauf bezeichnet

Frisch vom Strauch schmecken sie am Besten. Bild: Nüßle

Lambada kann man nicht nur tanzen, Lambada kann man auch essen. Genauso wie Salsa oder Polka. Die Rede ist von den Erdbeeren und ihrer Sortenvielfalt. Sie haben jede Menge Power, machen gute Laune und sind nach den Äpfeln das beliebteste Obst in Deutschland. Und dabei sind sie streng genommen gar keine Beeren. Die Erdbeere zählt, wie die Hagebutte, zu den sogenannten Scheinfrüchten und ist eine Sammelnussfrucht, auf deren Außenseite sich viele kleine Nüsschen befinden. Die kleinen gelben Punkte sind die Nüsse und das süße rote Drumherum ist nur ihr Träger.



Schmecken zu jeder Tageszeit


Vitaminreich und kalorienarm sind die roten Früchtchen, und was ihre Verwendung angeht, ein wahrer Tausendsassa. Von der Marmelade oder im Müsli zum Frühstück über den Erdbeerquark als Nachtisch beim Mittagessen und dem leckeren Blattsalat mit Erdbeeren am Abend können sie zu jeder Tageszeit gegessen werden. Und wer liebt es nicht, die süßen Früchte einfach so nebenbei in den Mund zu stecken?


Mit Körbchen ausgestattet ist es wieder soweit und man kann selbst bei den unterschiedlichen Erdbeerbauern in der Region ernten. Wer dazu keine Gelegenheit hat, der sollte beim Einkauf auf Regionalität setzen. Denn die herzförmigen Früchtchen sollten möglichst frisch geerntet sein. Wegen ihres hohen Wassergehalts sind Erdbeeren druckempfindlich, leicht verderblich und verlieren schnell an Geschmack. Deshalb lieben die roten Früchte es, in einer mit Wasser gefüllten Schüssel vorsichtig gewaschen zu werden. Ein harter Wasserstrahl ist nichts für das zarte Fruchtfleisch. Die grünen Kelchblätter werden erst nach dem Waschen abgezupft, sonst werden die Früchte wässerig und verlieren schnell an Aroma.


Denn auch in Sachen Aroma ist die Erdbeere etwas ganz Besonderes. Bereits wenige Stunden nach dem Pflücken schwindet der süße, aromatische Geschmack. Deshalb stehen Erntehelfer bereits in den frühen Morgenstunden oder in den späten Abendstunden auf den Feldern, um so für kurze Zeiten zwischen Ernte und Verkauf zu garantieren. Am besten gleich verzehren oder weiterverarbeiten ist die Devise. Wenn das nicht möglich ist, die Früchte ungewaschen und abgedeckt im Kühlschrank maximal für einige Tage lagern. Wer auch an grauen Wintertagen die Süße des Sommers schmecken möchte, kann die Früchte auch einfrieren oder beispielsweise als Marmelade weiterverarbeiten.