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07.02.2019

Ein Signal an die Sindelfinger Stadträte

Von Chefredakteur Jürgen Haar

Die fetten Jahre sind vorbei: Die Rekordabsätze bei Mercedes-Benz haben in den letzten Jahren viele Millionen Euro an Gewerbesteuer in die Kassen der Stadt Sindelfingen gespült. Dieses Geld ist in der Regel gut investiert worden. In die Sanierung der Infrastruktur, in den Ausbau von Kindertagesstätten, in Sportstätten. Doch Rat und Verwaltung haben sich in guter Tradition der 1980er Jahre auch Späßchen und Ausgaben erlaubt, die man nur beschließen kann, weil es nicht das eigene Geld ist. Nutzlose Sitzgelegenheiten, großzügige Außenanlagen für Kindergärten oder ein hoher sechsstelliger Betrag für die Sanierung des Café Wies’n im Sommerhofental – mehr Platz für weitere Beispiele ist leider nicht da.

Die Gefahr, dass das Geld auch weiter locker sitzt, ist angesichts einer bevorstehenden Kommunalwahl groß. Doch ab sofort verbieten sich das Verteilen von Geschenken und das kritiklose Ausgeben von Steuergeldern. Angesichts des Gewinneinbruchs bei Daimler und den angekündigten Sparmaßnahmen sollten die Sindelfinger Stadträte endlich auf die Signale hören und sich in mehr Disziplin beim Geldausgeben üben.

juergen.haar@szbz.de